Aktuelles

Pressemitteilungen, Pressematerial und Informationen

Hier finden Sie aktuelle Pressemitteilungen und Termine sowie eine Fotobibliothek und verschiedene Hintergrundinformationen zum Herunterladen. Bei Fragen können Sie uns gerne kontaktieren.

Minister Gerd Müller stellt staatliches Textilsiegel „Grüner Knopf“ vor

Berlin – Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller hat heute das staatliche Textilsiegel Grüner Knopf vorgestellt. Zum Start machen 27 Unternehmen mit. Sie haben alle die anspruchsvollen Anforderungen des Textilsiegels erfolgreich bestanden. 26 weitere Unternehmen sind derzeit im Prüfprozess.

Minister Müller: „Die Globalisierung hat im 19. Jahrhundert in der Textilwirtschaft begonnen. Nun muss auch gerechte Globalisierung in der Textilwirtschaft anfangen. Mit dem Grünen Knopf setzen wir jetzt einen hohen Standard und zeigen: Faire Lieferketten sind möglich. Ab heute kann das keiner mehr in Frage stellen. Das beweisen alle Unternehmen, die mitmachen.“

Minister Müller: „Das ist das Besondere am Grünen Knopf: Das gesamte Unternehmen wird kontrolliert. Einzelne Vorzeigeprodukte reichen alleine nicht aus. In dieser Tiefe prüft sonst keiner.“

Zum Start deckt der Grüne Knopf die beiden wichtigsten Arbeitsschritte "Nähen" und "Färben" ab: Hier laufen alle der 100 Milliarden Kleidungsstücke weltweit durch. Hier arbeiten 75 Millionen Menschen. Und der Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza erfolgte bei diesem Arbeitsschritt.

In den kommenden Jahren wird der Grüne Knopf auf weitere Produktionsschritte wie den Baumwollanbau ausgeweitet. Auch die Sozial- und Umweltkriterien werden kontinuierlich weiterentwickeln, z.B. hin zu existenzsichernden Löhnen. Ein Beirat aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft unterstützt dies.

Minister Müller: „Fair Fashion ist ein Mega-Trend. Für drei Viertel der Verbraucher ist faire Kleidung wichtig. Doch bisher fehlt die Orientierung. Mit dem Grünen Knopf ändert sich das. Mit jeder Kaufentscheidung können wir jetzt einen Beitrag leisten: Für eine gerechte Globalisierung, bei der Mensch und Natur nicht für unseren Konsum ausgebeutet werden. Für Menschlichkeit und Humanität.“

 

Diese Unternehmen sind dabei:

27 Unternehmen machen bereits mit, darunter Start-Ups, Mittelständler, anerkannte NachhaltigkeitsVorreiter und großen Unternehmen: Alma & Lovis, Aldi Nord, Aldi Süd, Brands Fashion, CharLe, Derbe, Dibella, Engel, Feuervogl, Hans Natur, hessnatur, Hopp, Kaufland, Kaya&Kato, Lidl, Manomama, Melawear, Millitomm, Modespitze Plauen, Phyne, Posseimo, Rewe Group, Schweickardt Moden, Tchibo, Trigema, Vaude, 3 Freunde.

26 weitere Unternehmen sind derzeit im Prüfprozess, unter anderem Hugo Boss, die Otto-Group und auch kleinere Unternehmen wie Socks4Fun.

 

Stimmen zum Grünen Knopf:

Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale Bundesverband: „Der Grüne Knopf hat das Potenzial Verbraucherinnen und Verbrauchern eine bessere Orientierung im Siegeldschungel zu geben. Ob er die hohen Erwartungen erfüllt und bei Verbrauchern ankommt, hängt entscheidend von einer ehrlichen Kommunikation bei der Einführung des Siegels ab.“

Barbara Meier, Textilbotschafterin und Germany’s Next Top-Model: „Wir sollten nie unterschätzen, welche Macht wir als Konsumenten haben. Am Ende des Tages richtet sich eine ganze Branche auch nach unseren Wünschen und Bedürfnissen.“

Ralf Scheller, Vorstand TÜV Rheinland: „Mit dem Grünen Knopf setzt die Bundesregierung ein sehr wichtiges Zeichen. Der Grüne Knopf ist ein Schritt in Richtung Nachhaltigkeit, dem weitere Industriezweige folgen können.“

Ulrich Lilie, Präsident Diakonie Deutschland: „Als Diakonie begrüßen wir die Initiative des BMZ, denn wir wollen uns künftig stärker zum Thema „Nachhaltige Textilien" engagieren. Schließlich kommen in unseren Einrichtungen große Mengen an Bettwäsche, Handtücher und Berufskleidung zum Einsatz. Deshalb ist dies für die Diakonie ein hochrelevantes Thema.“

Thomas Linemayr, Vorsitzender der Geschäftsführung (CEO) Tchibo: „Wir begrüßen das Ziel des Grünen Knopfs, Konsumenten eine nachhaltigere Produktwahl möglichst einfach zu machen und die Unternehmen selbst auf ihr gesamtes Nachhaltigkeitsengagement zu überprüfen. Wir sind stolz darauf, beim Start dabei zu sein.“

Alexander Birken, CEO Otto Group: „Ich begrüße die Initiative von Minister Müller, den Verbraucherinnen und Verbrauchern mit dem Grünen Knopf mehr Orientierung beim Kauf nachhaltig und fair produzierter Textilien zu bieten. Die Otto Group unterstützt dieses Ziel aktiv und stellt sich mit ersten Konzerngesellschaften den Anforderungen der Zertifizierung.“

Rayk Mende, Geschäftsführer CSR Aldi Nord: „Mit dem Grünen Knopf geben wir unseren Kundinnen und Kunden eine zusätzliche Orientierung beim Einkauf.“

Wolfgang Grupp jr., Trigema: „Der Grüne Knopf ist für uns ein wichtiges Vertrauenssiegel. Eines das uns allen zeigt: Trigema ist die Marke mit Verantwortung.“

Jürgen Schweikardt, Inhaber Schweikardt Moden: „Der Grüne Knopf geht in die richtige Richtung, Herzlichen Glückwunsch!“

Antje von Dewitz, Geschäftsführerin Vaude: „Wir erleben, dass immer mehr Menschen mit gutem Gewissen Kleidung kaufen möchten. Der Grüne Knopf bietet ihnen eine klare Orientierung, indem er als staatliches Siegel ökologisch und fair produzierte Produkte kennzeichnet. Wir freuen uns, dass wir zum Start dabei sind und für 98 % der aktuellen VAUDE Bekleidung den Grünen Knopf erhalten.“

Andrea Ebinger, Geschäftsführerin hessnatur: „Wir begrüßen, dass das Thema Nachhaltigkeit in der Mode, das wir aus tiefster Überzeugung seit mehr als 40 Jahren praktizieren, jetzt vom BMZ und dem engagierten Team nach vorne gebracht wird. Im Grünen Knopf sehen wir das Potenzial, Vorreiter für mindestens europaweite Standards in der ökologischen und sozial fairen Textilproduktion zu sein.“

Dr. Raoul Kirmes, Deutsche Akkreditierungsstelle („Prüfer der Prüfer“): „Die Deutsche Akkreditierungsstelle unterstützt das staatliche Siegel Grüner Knopf. Dem Verbraucher wird ein verlässliches Erkennungszeichen für sozial und ökologisch nachhaltig produzierte Textilien angeboten, das einer staatlichen überwachten Kontrolle unterliegt. Die Einführung einer staatlichen Kontrolle über Zertifizierungsstellen für verbraucherrelevante Labels und Siegel war lange überfällig, denn der Verbraucher kann seine Kaufentscheidung nur dann auf Nachhaltigkeit ausrichten, wenn er den Versprechen der Siegel und Zertifikate auch vertrauen kann. Als global angelegtes System entspricht der Grüne Knopf weltweit harmonisierten ISO-Standards und damit dem EU und WTO-Recht. Dies ist insbesondere im Textilsektor, bei maximal globalisierten Lieferketten, unabdingbar.“

Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale Bundesverband: „Der Grüne Knopf geht trotz einiger Anfangsschwächen in die richtige Richtung und sollte meiner Meinung nach eine Chance bekommen, sich zu etablieren und weiterzuentwickeln. Diese Weiterentwicklung ist auch nötig, damit nicht nur das, was in den Textilfabriken und Färbereien geschieht, unter die Lupe genommen wird, sondern in der gesamten Lieferkette („vom Baumwollfeld bis zum Kleiderbügel“, wie Minister Müller häufig sagt)) nachweislich Umwelt-, Sozial- und Menschenrechtsstandards eingehalten werden. Auch das in der Präambel der Satzung verankerte Ziel, existenzsichernde Löhne anzustreben, muss in absehbarer Zeit in Angriff genommen werden.

Gut, dass sich das BMZ auch für ein Lieferkettengesetz stark macht! Der "Grüne Knopf" ist dazu kein Widerspruch, denn das BMZ hat klargestellt, dass die Kriterien für seine Vergabe immer deutlich über den gesetzlichen Bestimmungen liegen müssen.

Als staatliches Meta-Siegel ist der Grüne Knopf wichtig, weil es für Bund, Länder und Kommunen bald keine Ausrede mehr gibt, nur noch Textilien zu beschaffen (Uniformen, Kittel, Bettwäsche, Gardinen etc.), die diese Auszeichnung tragen. Auch für Konsumentinnen und Konsumenten kann er hilfreich sein, sich besser zurechtzufinden als im bisherigen „Siegel-Dschungel“.“

Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer Misereor: „Wir begrüßen, dass Minister Müller das Thema „Nachhaltige Mode“ mit dem Textilsiegel „Grüner Knopf“ weiter ins Bewusstsein der deutschen Öffentlichkeit bringt und damit zeigt, dass sich die Bedingungen in der Textilindustrie dringend zum Besseren ändern müssen.“

Mehr lesen

Minister Müller: Mit Bangladesch für Fortschritte in der Textilbranche

Pres­se­mit­tei­lung vom 19.10.2019 | Deutsch­land ver­stärkt sei­ne Part­ner­schaft mit Ban­gla­desch, um die Ar­beits­be­din­gun­gen in der Tex­til­bran­che zu ver­bes­sern. So wird die Zu­sam­men­ar­beit mit dem na­tio­na­len Ver­band der Tex­til­pro­du­zen­ten und -ex­por­teu­re (BGMEA) bei der Wei­ter­ent­wick­lung des "Grü­nen Knopfs" aus­ge­baut. Das ist das Er­geb­nis ei­nes Ge­sprächs zwi­schen Ent­wick­lungs­mi­nis­ter Gerd Mül­ler und dem Au­ßen­mi­nis­ter von Ban­gla­desch, Abul Ka­lam Ab­dul Mo­men.

Mi­nis­ter Mül­ler: „Die Tex­til­in­dus­trie ist die Le­bens­ader von Ban­gla­desch. Viel zu oft ge­fähr­det sie aber das Le­ben der Nä­he­rin­nen. Als Ver­brau­cher in Eu­ro­pa tra­gen auch wir Ver­ant­wor­tung für die Nä­he­rin­nen. Der Grü­ne Knopf hilft da­bei, denn er ist das Zei­chen für nach­hal­tig pro­du­zier­te Tex­ti­li­en. Aber auch die Re­gie­run­gen müs­sen ih­ren Teil bei­tra­gen. Es ist des­halb wich­tig, dass Ban­gla­desch Ver­bes­se­run­gen durch­ge­setzt hat, wie die Er­hö­hung des Min­dest­lohns in der Tex­til­bran­che. Auf die­sem Weg muss es wei­ter vor­an­ge­hen, auch für Ver­bes­se­run­gen beim Brand­schutz. Deutsch­land bie­tet da­bei sei­ne Un­ter­stüt­zung an.“

Nach dem Ein­sturz der Tex­til­fa­brik Ra­na Pla­za 2013 wur­de der Ac­cord on Fire and Build­ing Safety in Bangladesh (AC­CORD) ge­grün­det. Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für wirt­schaft­li­che Zu­sam­men­ar­beit und Ent­wick­lung (BMZ) un­ter­stützt des­sen Zie­le mit sie­ben Mil­lio­nen Eu­ro, da­mit In­ves­ti­tio­nen in Si­cher­heits­maß­nah­men ge­för­dert wer­den kön­nen. Zu­dem hat das BMZ zu­sam­men mit der In­ter­na­tio­na­len Ar­beits­or­ga­ni­sa­ti­on (ILO) 300 Ar­beits­in­spek­to­ren aus­ge­bil­det, um die staat­li­che Auf­sicht über Tex­til­fa­bri­ken zu ver­bes­sern.

(Quelle: http://www.bmz.de/20191019-1)

Mehr lesen

Größtes Universitätsklinikum Norddeutschlands stellt auf Bettwäsche mit Grünem Knopf um

Lü­beck – Das Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Schles­wig-Hol­stein in Lü­beck wird künf­tig Bett­wä­sche be­zie­hen, die mit dem neu­en staat­li­chen Tex­til­sie­gel Grü­ner Knopf zer­ti­fi­ziert ist.

Dr. Gerd Mül­ler, Ent­wick­lungs­mi­nis­ter: „Ich freue mich sehr, dass das grö­ß­te Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Nord­deutsch­lands Ver­ant­wor­tung über­nimmt. Es ist ein Kli­ni­kum der Zu­kunft. Das zeigt sich nicht nur am Neu­bau und an mo­derns­ter Tech­nik, son­dern auch dar­an, dass bei der Bett­wä­sche auf Nach­hal­tig­keit ge­setzt wird. Es ist gro­ß­ar­tig, dass Lü­beck Tex­ti­li­en mit dem neu­en Sie­gel Grü­ner Knopf ver­wen­det. Da­mit ist der Grü­ne Knopf in der öf­fent­li­chen Be­schaf­fung an­ge­kom­men. Das ist ein wich­ti­ger Mei­len­stein. Schles­wig-Hol­stein geht mit gu­tem Bei­spiel für den Bund und an­de­re Län­der und Kom­mu­nen vor­an. Auch an­de­re Kli­ni­ken und Wohl­fahrts­or­ga­ni­sa­tio­nen müs­sen jetzt mit ei­ner nach­hal­ti­gen Be­schaf­fung Ver­ant­wor­tung über­neh­men. Denn da­mit sor­gen wir da­für, dass die Men­schen am An­fang der Lie­fer­ket­ten in Ent­wick­lungs­län­dern von ih­rer Ar­beit le­ben kön­nen und die Um­welt ge­schützt wird.“

Ent­wick­lungs­mi­nis­ter Mül­ler hat­te das staat­li­che Sie­gel für so­zi­al und öko­lo­gisch nach­hal­tig her­ge­stell­te Tex­ti­li­en Grü­ner Knopf An­fang Sep­tem­ber 2019 vor­ge­stellt.

Her­stel­ler der Tex­ti­li­en ist das Bo­chol­ter Un­ter­neh­men Di­bel­la, das sich auf Tex­ti­li­en für Ho­tel­le­rie, Gas­tro­no­mie und Ge­sund­heits­we­sen spe­zia­li­siert hat.

Mül­ler: „Di­bel­la ist ein Nach­hal­tig­keits-Vor­rei­ter. Es ist ei­nes der ers­ten Un­ter­neh­men, das Tex­ti­li­en mit dem Grü­nen Knopf an­bie­tet. Di­bel­la en­ga­giert sich aber auch seit Jah­ren im Bünd­nis für nach­hal­ti­ge Tex­ti­li­en und setzt dort Jahr für Jahr kon­kre­te Schrit­te um, um die Ar­beits- und Um­welt­be­din­gun­gen in der Tex­til-Lie­fer­ket­te zu ver­bes­sern.“

Ralf Hell­mann, Ge­schäfts­füh­rer Di­bel­la: „Wir tei­len die Vi­si­on von Ent­wick­lungs­mi­nis­ter Mül­ler für mehr Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein beim Tex­til­ein­kauf. Des­we­gen ha­ben wir uns von An­fang an für die­ses Ziel en­ga­giert. Mit dem Grü­nen Knopf und der Um­set­zung des ers­ten nach­hal­ti­gen Be­schaf­fungs­pro­jekts in ei­ner öf­fent­li­chen In­sti­tu­ti­on ist aus die­ser Vi­si­on nun Wirk­lich­keit ge­wor­den. Wir sind stolz, dass wir ge­mein­sam mit un­se­rem lang­jäh­ri­gen Kun­den Sitex an die­ser wich­ti­gen Auf­ga­be teil­ha­ben.“

Um mit dem Grü­nen Knopf aus­ge­zeich­net zu wer­den, müs­sen 46 an­spruchs­vol­le so­zia­le und öko­no­mi­sche Kri­te­ri­en er­füllt wer­den – von A wie Ab­was­ser­grenz­wer­te bis Z wie Zwangs­ar­beits­ver­bot. Das Be­son­de­re am Grü­nen Knopf: Ne­ben dem Pro­dukt wird im­mer auch das Un­ter­neh­men als Gan­zes über­prüft. Legt es Lie­fe­ran­ten of­fen? Gibt es Be­schwer­de­mög­lich­kei­ten für die Nä­he­rin­nen vor Ort? Schafft es Miss­stän­de ab?

Be­reits 27 Un­ter­neh­men ma­chen beim Grü­nen Knopf mit. Über 100 wei­te­re ha­ben In­ter­es­se am Grü­nen Knopf und wer­den in den nächs­ten Mo­na­ten ge­prüft.

(Quelle: http://www.bmz.de/20191108-1)

Mehr lesen

Textilsiegel Grüner Knopf: Expertenbeirat nimmt Arbeit auf

Berlin – Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller hat die Mitglieder des unabhängigen Expertenbeirats des Grünen Knopfs ernannt. Der Beirat berät das Bundesentwicklungsministerium bei der Weiterentwicklung des staatlichen Textilsiegels.

Müller: "Ich freue mich, dass wir ausgewiesene Expertinnen und Experten für den Beirat gewinnen konnten. Sie werden uns helfen, die Anforderung des Grünen Knopfs weiter auszubauen. Denn unser Ziel ist: Der Schutz von Mensch und Umwelt in der gesamten Lieferkette."

Der fünfköpfige Beirat ist ein unabhängiges Expertengremium. Ihm gehören folgende Personen an:

  • Prof. Stefanie Lorenzen, Professorin für Wirtschaftsrecht mit Schwerpunkt Arbeits- und Sozialrecht, Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR)
  • Philipp von Bremen, Leiter Geschäftsbereich Verbraucherpolitik, Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv)
  • Michael Windfuhr, Stellvertretender Direktor, Deutsches Institut für Menschenrechte
  • Dr. Raul Kirmes, Leiter Stabsbereich Geschäftsfeldentwicklung, Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS)
  • Achim Lohrie, Lohrie-Consulting, Nachhaltigkeitsexperte

Der Beirat wird sich unter anderem mit einer verbraucherfreundlichen Nachverfolgbarkeit der zertifizierten Produkte befassen. Außerdem soll der Grüne Knopf künftig weitere Produktionsschritte in der Lieferkette abdecken. Die Empfehlungen des Beirats werden öffentlich zugänglich sein.

Philipp von Bremen vom Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv): "Der Grüne Knopf soll die Suche nach sozial und ökologisch nachhaltig produzierter Kleidung erleichtern und Licht in den Siegeldschungel bei Textilien bringen. Damit die Verbraucher das Siegel aber auch annehmen, müssen die Vergabekriterien gut und transparent sein. Im Beirat werde ich mich genau dafür einsetzen."

Der Grüne Knopf wurde am 9. September 2019 von Bundesminister Dr. Gerd Müller ins Leben gerufen. Produkte von über 30 Unternehmen wurden bereits mit dem Grünen Knopf zertifiziert, darunter T-Shirts, Hosen und Schuhe aber auch Rucksäcke, Zelte oder Bettwäsche.

(Quelle: http://www.bmz.de/20200309-2)

Mehr lesen

Dorint stellt als erste Hotelkette in Deutschland auf nachhaltige Textilien mit dem Grünen Knopf um

Die deutsche Hotelgruppe Dorint stellt auf sozial und ökologisch nachhaltig produzierte Textilien um. Angefangen mit Alltagsmasken für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Küchenschürzen, geht es künftig weiter mit der Bettwäsche für die über 10.000 Hotelzimmer und die Kleidung für die 4.500 Angestellten. Minister Müller begrüßt den nachhaltigen Weg und besuchte ein Dorint-Hotel in Hamburg-Eppendorf. Im vergangenen September hatte der Entwicklungsminister das neue Textilsiegel Grüner Knopf eingeführt.

Entwicklungsminister Gerd Müller: "Ich freue mich sehr, dass Dorint vorangeht und auf nachhaltige Textilien mit dem Grünen Knopf setzt. Das ist gut für die Umwelt und für die Menschen. Denn gerade in Krisenzeiten kommt es auf Solidarität und Verantwortung an – auch für die Arbeiterinnen und Arbeiter am Anfang unserer Lieferketten. Wir tragen Masken in Hotels und Geschäften, weil wir uns umeinander sorgen. Das gleiche muss auch für die Menschen gelten, die unsere Kleidung herstellen. Nachhaltigkeit muss Standard werden. Dorint zeigt: Es geht."

Dirk Iserlohe, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Dorint-Hotelgruppe: "Nicht nur über Nachhaltigkeit sprechen, sondern diese auch bewusst leben. Deshalb haben wir im Rahmen der Neubeschaffung unserer Arbeitskleidung und den notwendigen Textilien angefangen, neu zu denken."

Mit der Umstellung auf nachhaltige Textilien setzt die Hotelgruppe Dorint ihr soziales Engagement weiter fort und übernimmt einmal mehr ökologische Verantwortung.

 

Hintergrund

Über KAYA&KATO GmbH

Hersteller der Berufsbekleidung und Textilien für Dorint ist das Kölner Unternehmen KAYA&KATO. Die KAYA&KATO GmbH gehört zu den ersten Unternehmen, die vom Bundesentwicklungsministerium mit dem Textilsiegel Grüner Knopf" im letzten September zertifiziert wurden.

 

Über den Grünen Knopf

Der "Grüne Knopf" ist das staatliche Siegel für nachhaltige Textilien. 46 anspruchsvolle Sozial- und Umweltkriterien müssen eingehalten werden – von A wie Abwassergrenzwerten bis Z wie Zwangsarbeitsverbot. Das Besondere: Neben dem einzelnen T-Shirt oder Textilien wird immer auch das gesamte Unternehmen überprüft. Einzelne Vorzeige-Produkte reichen nicht aus. Das gesamte Unternehmen muss nachhaltig handeln. Seit der Einführung des Siegels 2019 haben bereits 40 Unternehmen die Prüfungen durchlaufen und bieten Produkte mit dem Grünen Knopf an.

 

Über die Dorint Gruppe

Die Dorint Gruppe mit Sitz in Köln gehört zu den führenden Hotelgesellschaften in Deutschland. Das Traditions-Unternehmen gehört zur Holding HONESTIS AG und betreibt unter den Marken "Dorint Hotels & Resorts", "Hommage Luxury Hotels Collection" und "Essential by Dorint" heute über 60 Häuser – davon drei in der Schweiz und eins in Österreich. Im Konzern sind inzwischen über 4.500 Mitarbeiter beschäftigt. Am 25. September 2019 wurde die Marke "Dorint Hotels & Resorts" 60 Jahre alt.

Mehr lesen

Minister Müller begrüßt Entscheidung des Freistaats Bayern zu nachhaltigen Textilien

Berlin – Der Freistaat Bayern und seine Unternehmen sollen künftig nur noch Textilien beschaffen, die nachhaltig hergestellt und mit Siegeln wie dem Grünen Knopf ausgezeichnet sind.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller zu dem nun vom Wirtschaftsausschuss des Bayerischen Landtags beschlossenen Antrag:

"Der Freistaat Bayern zeigt in der Corona-Krise internationale Solidarität. Ich freue mich sehr, dass Bayern vorangeht und bei der Textilbeschaffung auf Nachhaltigkeit setzt. Nur so kommt unsere Solidarität auch bei den Menschen an, die sie am dringendsten benötigen – die Näherinnen und die Färber in den Produktionsländern unserer Textilien. Der Grüne Knopf steht für hohe soziale und ökologische Mindeststandards. Er macht Verantwortung sichtbar – für Verbraucher und auch für die Beschaffungsstellen. Ich wünsche mir, dass viele bayerische Kommunen, öffentliche Einrichtungen wie Krankenhäuser und auch Unternehmen diesem Beispiel folgen."

Viele Unternehmen, aber auch Kliniken setzen bereits auf den Grünen Knopf. So bietet das traditionsreiche Bamberger Unternehmen Greiff Mode mit dem Grünen Knopf zertifizierte Berufskleidung an. Das größte Universitätsklinikum Norddeutschlands, das Klinikum Schleswig-Holstein in Lübeck, bezieht zertifizierte Bettwäsche. Und vor wenigen Tagen hat auch die Hotelkette Dorint angekündigt, ihre Textilien auf den Grünen Knopf umzustellen.

Der Grüne Knopf ist das staatliche Siegel für nachhaltige Textilien. 46 anspruchsvolle Sozial- und Umweltkriterien müssen eingehalten werden – von A wie Abwassergrenzwerte bis Z wie Zwangsarbeitsverbot. Das Besondere: Neben dem einzelnen T-Shirt oder Textilien wird immer auch das gesamte Unternehmen überprüft. Einzelne Vorzeige-Produkte reichen nicht aus. Das gesamte Unternehmen muss nachhaltig handeln. Seit der Einführung des Siegels 2019 haben bereits 40 Unternehmen die Prüfungen durchlaufen und bieten Produkte mit dem Grünen Knopf an – von Schuhen und modischer Bekleidung, über Bettwäsche und Handtücher, bis hin zu Rucksäcken und Zelten.

(Quelle: http://www.bmz.de/20200703-1)

Mehr lesen

Ein Jahr staatliches Textilsiegel "Grüner Knopf"

Vor einem Jahr hat Bundesentwicklungsminister Gerd Müller mit 27 Vorreiter-Unternehmen das staatliche Textilsiegel Grüner Knopf eingeführt. Das Siegel gibt eine klare Orientierung beim Kauf sozial und ökologisch hergestellter Textilien. Mittlerweile machen 52 Unternehmen mit, darunter anerkannte Nachhaltigkeits-Pioniere der ersten Stunde, Sportlabel, Familienbetriebe und Mittelständler und auch große internationale Einzelhändler.

Minister Müller: "Trotz einer schwierigen wirtschaftlichen Lage hat sich der Grüne Knopf am Markt etabliert. Ich freue mich, dass mittlerweile 52 Unternehmen mitmachen. Das ist eine Verdoppelung im ersten Jahr, obwohl die Textilbranche von der Coronakrise besonders betroffen ist. Mittlerweile kann man sich von 'Kopf bis Fuß' mit Grüner-Knopf-Produkten einkleiden – von Mützen, über T-Shirts bis zu Sneakern. Auch Bettwäsche, Rucksäcke oder Zelte tragen das Siegel. Den Grünen Knopf gibt es für jeden Geschmack und auch für jeden Geldbeutel. Denn nachhaltige Mode muss nicht automatisch teuer sein."

Eine repräsentative Studie des Marktforschungsinstituts GfK kommt zu dem Ergebnis: "Der Grüne Knopf ist auf dem besten Wege zu einer Erfolgsgeschichte". Rund ein Drittel der Deutschen kennen ihn – nach einem Jahr ein im Vergleich zu anderen Nachhaltigkeitssiegeln sehr guter Wert. Und nahezu alle Befragten befürworten ein staatliches Siegel zur Überprüfung sozialer und ökologischer Standards. Die Menschen wissen auch, wofür der Grüne Knopf steht: wie das Verbot von Kinderarbeit und gefährlichen Chemikalien oder Zahlung von Mindestlöhnen.

Dieses Vertrauen spiegelt sich auch an der Ladentheke wider: Allein im wirtschaftlich schweren ersten Halbjahr 2020 wurden mehr als 50 Millionen Textilien mit dem Grünen Knopf verkauft. Davon rund 35 Millionen Kleidungsstücke. Das entspricht hochgerechnet einem Marktanteil des Grünen Knopfs zwischen 1,5 und drei Prozent. Zur Einordnung: Das deutsche Bio-Siegel lag in dem ersten Jahr nach Einführung bei zwei Prozent Marktanteil und hat nach sieben Jahren einen Marktanteil von 3,5 Prozent erreicht.

Müller weiter: "Der Grüne Knopf ist mehr als ein Textilsiegel – er ist unser Zeichen für Verantwortung. Wir brauchen einen grundlegenden Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit in globalen Lieferketten. Denn am Anfang vieler unserer Produkte stehen Menschen, die bislang kaum von ihrer Arbeit leben können. Noch immer müssen 75 Millionen Kinder weltweit unter ausbeuterischen Bedingungen schuften – auch für unsere Produkte. Immer mehr Kunden wollen das nicht länger hinnehmen und fordern, dass in der Produktion grundlegende Mindeststandards eingehalten werden. Die Unternehmen beim Grünen Knopf erfüllen dies bereits. Und so ist der Grüne Knopf nach einem Jahr auch eine Blaupause für ein branchenübergreifendes Lieferkettengesetz. Denn das Siegel zeigt: Es geht. Selbst kleine Start-ups schaffen das."

Jetzt setzen auch die Diakonie Deutschland und der Deutsche Caritasverband auf nachhaltige Textilien. Zusammen sind sie die größten Textilbeschaffer in Deutschland – außerhalb der öffentlichen Hand. Allein für die 2,2 Millionen Betten und Plätze in den 56.000 Einrichtungen werden riesige Mengen an Bettwäsche benötigt. Am ersten Jahrestag des Grünen Knopfs, dem 9.9.2020, unterzeichnen Bundesminister Gerd Müller und der Präsident der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie, sowie der Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes, Hans Jörg Millies, eine entsprechende Vereinbarung.

Müller: "Ich freue mich, dass die Diakonie und der Caritasverband auf den Grünen Knopf setzen. Private und öffentliche Einrichtungen können viel zu fairen Lieferketten beitragen, wenn sie konsequent nachhaltig beschaffen. Der Gedanke der christlichen Nächstenliebe gilt auch für die Menschen am Anfang der Lieferkette, wie etwa die Näherinnen in Bangladesch, die unsere Kleidung in Akkordarbeit nähen."

(Quelle: http://www.bmz.de/20200909-1)

Mehr lesen