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Minister Gerd Müller stellt staatliches Textilsiegel „Grüner Knopf“ vor
Berlin – Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller hat heute das staatliche Textilsiegel Grüner Knopf vorgestellt. Zum Start machen 27 Unternehmen mit. Sie haben alle die anspruchsvollen Anforderungen des Textilsiegels erfolgreich bestanden. 26 weitere Unternehmen sind derzeit im Prüfprozess.
Minister Müller: „Die Globalisierung hat im 19. Jahrhundert in der Textilwirtschaft begonnen. Nun muss auch gerechte Globalisierung in der Textilwirtschaft anfangen. Mit dem Grünen Knopf setzen wir jetzt einen hohen Standard und zeigen: Faire Lieferketten sind möglich. Ab heute kann das keiner mehr in Frage stellen. Das beweisen alle Unternehmen, die mitmachen.“
Minister Müller: „Das ist das Besondere am Grünen Knopf: Das gesamte Unternehmen wird kontrolliert. Einzelne Vorzeigeprodukte reichen alleine nicht aus. In dieser Tiefe prüft sonst keiner.“
Zum Start deckt der Grüne Knopf die beiden wichtigsten Arbeitsschritte "Nähen" und "Färben" ab: Hier laufen alle der 100 Milliarden Kleidungsstücke weltweit durch. Hier arbeiten 75 Millionen Menschen. Und der Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza erfolgte bei diesem Arbeitsschritt.
In den kommenden Jahren wird der Grüne Knopf auf weitere Produktionsschritte wie den Baumwollanbau ausgeweitet. Auch die Sozial- und Umweltkriterien werden kontinuierlich weiterentwickeln, z.B. hin zu existenzsichernden Löhnen. Ein Beirat aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft unterstützt dies.
Minister Müller: „Fair Fashion ist ein Mega-Trend. Für drei Viertel der Verbraucher ist faire Kleidung wichtig. Doch bisher fehlt die Orientierung. Mit dem Grünen Knopf ändert sich das. Mit jeder Kaufentscheidung können wir jetzt einen Beitrag leisten: Für eine gerechte Globalisierung, bei der Mensch und Natur nicht für unseren Konsum ausgebeutet werden. Für Menschlichkeit und Humanität.“
Diese Unternehmen sind dabei:
27 Unternehmen machen bereits mit, darunter Start-Ups, Mittelständler, anerkannte NachhaltigkeitsVorreiter und großen Unternehmen: Alma & Lovis, Aldi Nord, Aldi Süd, Brands Fashion, CharLe, Derbe, Dibella, Engel, Feuervogl, Hans Natur, hessnatur, Hopp, Kaufland, Kaya&Kato, Lidl, Manomama, Melawear, Millitomm, Modespitze Plauen, Phyne, Posseimo, Rewe Group, Schweickardt Moden, Tchibo, Trigema, Vaude, 3 Freunde.
26 weitere Unternehmen sind derzeit im Prüfprozess, unter anderem Hugo Boss, die Otto-Group und auch kleinere Unternehmen wie Socks4Fun.
Stimmen zum Grünen Knopf:
Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale Bundesverband: „Der Grüne Knopf hat das Potenzial Verbraucherinnen und Verbrauchern eine bessere Orientierung im Siegeldschungel zu geben. Ob er die hohen Erwartungen erfüllt und bei Verbrauchern ankommt, hängt entscheidend von einer ehrlichen Kommunikation bei der Einführung des Siegels ab.“
Barbara Meier, Textilbotschafterin und Germany’s Next Top-Model: „Wir sollten nie unterschätzen, welche Macht wir als Konsumenten haben. Am Ende des Tages richtet sich eine ganze Branche auch nach unseren Wünschen und Bedürfnissen.“
Ralf Scheller, Vorstand TÜV Rheinland: „Mit dem Grünen Knopf setzt die Bundesregierung ein sehr wichtiges Zeichen. Der Grüne Knopf ist ein Schritt in Richtung Nachhaltigkeit, dem weitere Industriezweige folgen können.“
Ulrich Lilie, Präsident Diakonie Deutschland: „Als Diakonie begrüßen wir die Initiative des BMZ, denn wir wollen uns künftig stärker zum Thema „Nachhaltige Textilien" engagieren. Schließlich kommen in unseren Einrichtungen große Mengen an Bettwäsche, Handtücher und Berufskleidung zum Einsatz. Deshalb ist dies für die Diakonie ein hochrelevantes Thema.“
Thomas Linemayr, Vorsitzender der Geschäftsführung (CEO) Tchibo: „Wir begrüßen das Ziel des Grünen Knopfs, Konsumenten eine nachhaltigere Produktwahl möglichst einfach zu machen und die Unternehmen selbst auf ihr gesamtes Nachhaltigkeitsengagement zu überprüfen. Wir sind stolz darauf, beim Start dabei zu sein.“
Alexander Birken, CEO Otto Group: „Ich begrüße die Initiative von Minister Müller, den Verbraucherinnen und Verbrauchern mit dem Grünen Knopf mehr Orientierung beim Kauf nachhaltig und fair produzierter Textilien zu bieten. Die Otto Group unterstützt dieses Ziel aktiv und stellt sich mit ersten Konzerngesellschaften den Anforderungen der Zertifizierung.“
Rayk Mende, Geschäftsführer CSR Aldi Nord: „Mit dem Grünen Knopf geben wir unseren Kundinnen und Kunden eine zusätzliche Orientierung beim Einkauf.“
Wolfgang Grupp jr., Trigema: „Der Grüne Knopf ist für uns ein wichtiges Vertrauenssiegel. Eines das uns allen zeigt: Trigema ist die Marke mit Verantwortung.“
Jürgen Schweikardt, Inhaber Schweikardt Moden: „Der Grüne Knopf geht in die richtige Richtung, Herzlichen Glückwunsch!“
Antje von Dewitz, Geschäftsführerin Vaude: „Wir erleben, dass immer mehr Menschen mit gutem Gewissen Kleidung kaufen möchten. Der Grüne Knopf bietet ihnen eine klare Orientierung, indem er als staatliches Siegel ökologisch und fair produzierte Produkte kennzeichnet. Wir freuen uns, dass wir zum Start dabei sind und für 98 % der aktuellen VAUDE Bekleidung den Grünen Knopf erhalten.“
Andrea Ebinger, Geschäftsführerin hessnatur: „Wir begrüßen, dass das Thema Nachhaltigkeit in der Mode, das wir aus tiefster Überzeugung seit mehr als 40 Jahren praktizieren, jetzt vom BMZ und dem engagierten Team nach vorne gebracht wird. Im Grünen Knopf sehen wir das Potenzial, Vorreiter für mindestens europaweite Standards in der ökologischen und sozial fairen Textilproduktion zu sein.“
Dr. Raoul Kirmes, Deutsche Akkreditierungsstelle („Prüfer der Prüfer“): „Die Deutsche Akkreditierungsstelle unterstützt das staatliche Siegel Grüner Knopf. Dem Verbraucher wird ein verlässliches Erkennungszeichen für sozial und ökologisch nachhaltig produzierte Textilien angeboten, das einer staatlichen überwachten Kontrolle unterliegt. Die Einführung einer staatlichen Kontrolle über Zertifizierungsstellen für verbraucherrelevante Labels und Siegel war lange überfällig, denn der Verbraucher kann seine Kaufentscheidung nur dann auf Nachhaltigkeit ausrichten, wenn er den Versprechen der Siegel und Zertifikate auch vertrauen kann. Als global angelegtes System entspricht der Grüne Knopf weltweit harmonisierten ISO-Standards und damit dem EU und WTO-Recht. Dies ist insbesondere im Textilsektor, bei maximal globalisierten Lieferketten, unabdingbar.“
Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale Bundesverband: „Der Grüne Knopf geht trotz einiger Anfangsschwächen in die richtige Richtung und sollte meiner Meinung nach eine Chance bekommen, sich zu etablieren und weiterzuentwickeln. Diese Weiterentwicklung ist auch nötig, damit nicht nur das, was in den Textilfabriken und Färbereien geschieht, unter die Lupe genommen wird, sondern in der gesamten Lieferkette („vom Baumwollfeld bis zum Kleiderbügel“, wie Minister Müller häufig sagt)) nachweislich Umwelt-, Sozial- und Menschenrechtsstandards eingehalten werden. Auch das in der Präambel der Satzung verankerte Ziel, existenzsichernde Löhne anzustreben, muss in absehbarer Zeit in Angriff genommen werden.
Gut, dass sich das BMZ auch für ein Lieferkettengesetz stark macht! Der "Grüne Knopf" ist dazu kein Widerspruch, denn das BMZ hat klargestellt, dass die Kriterien für seine Vergabe immer deutlich über den gesetzlichen Bestimmungen liegen müssen.
Als staatliches Meta-Siegel ist der Grüne Knopf wichtig, weil es für Bund, Länder und Kommunen bald keine Ausrede mehr gibt, nur noch Textilien zu beschaffen (Uniformen, Kittel, Bettwäsche, Gardinen etc.), die diese Auszeichnung tragen. Auch für Konsumentinnen und Konsumenten kann er hilfreich sein, sich besser zurechtzufinden als im bisherigen „Siegel-Dschungel“.“
Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer Misereor: „Wir begrüßen, dass Minister Müller das Thema „Nachhaltige Mode“ mit dem Textilsiegel „Grüner Knopf“ weiter ins Bewusstsein der deutschen Öffentlichkeit bringt und damit zeigt, dass sich die Bedingungen in der Textilindustrie dringend zum Besseren ändern müssen.“
Minister Müller: Mit Bangladesch für Fortschritte in der Textilbranche
Pressemitteilung vom 19.10.2019 | Deutschland verstärkt seine Partnerschaft mit Bangladesch, um die Arbeitsbedingungen in der Textilbranche zu verbessern. So wird die Zusammenarbeit mit dem nationalen Verband der Textilproduzenten und -exporteure (BGMEA) bei der Weiterentwicklung des "Grünen Knopfs" ausgebaut. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs zwischen Entwicklungsminister Gerd Müller und dem Außenminister von Bangladesch, Abul Kalam Abdul Momen.
Minister Müller: „Die Textilindustrie ist die Lebensader von Bangladesch. Viel zu oft gefährdet sie aber das Leben der Näherinnen. Als Verbraucher in Europa tragen auch wir Verantwortung für die Näherinnen. Der Grüne Knopf hilft dabei, denn er ist das Zeichen für nachhaltig produzierte Textilien. Aber auch die Regierungen müssen ihren Teil beitragen. Es ist deshalb wichtig, dass Bangladesch Verbesserungen durchgesetzt hat, wie die Erhöhung des Mindestlohns in der Textilbranche. Auf diesem Weg muss es weiter vorangehen, auch für Verbesserungen beim Brandschutz. Deutschland bietet dabei seine Unterstützung an.“
Nach dem Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza 2013 wurde der Accord on Fire and Building Safety in Bangladesh (ACCORD) gegründet. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt dessen Ziele mit sieben Millionen Euro, damit Investitionen in Sicherheitsmaßnahmen gefördert werden können. Zudem hat das BMZ zusammen mit der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) 300 Arbeitsinspektoren ausgebildet, um die staatliche Aufsicht über Textilfabriken zu verbessern.
(Quelle: http://www.bmz.de/20191019-1)
Größtes Universitätsklinikum Norddeutschlands stellt auf Bettwäsche mit Grünem Knopf um
Lübeck – Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Lübeck wird künftig Bettwäsche beziehen, die mit dem neuen staatlichen Textilsiegel Grüner Knopf zertifiziert ist.
Dr. Gerd Müller, Entwicklungsminister: „Ich freue mich sehr, dass das größte Universitätsklinikum Norddeutschlands Verantwortung übernimmt. Es ist ein Klinikum der Zukunft. Das zeigt sich nicht nur am Neubau und an modernster Technik, sondern auch daran, dass bei der Bettwäsche auf Nachhaltigkeit gesetzt wird. Es ist großartig, dass Lübeck Textilien mit dem neuen Siegel Grüner Knopf verwendet. Damit ist der Grüne Knopf in der öffentlichen Beschaffung angekommen. Das ist ein wichtiger Meilenstein. Schleswig-Holstein geht mit gutem Beispiel für den Bund und andere Länder und Kommunen voran. Auch andere Kliniken und Wohlfahrtsorganisationen müssen jetzt mit einer nachhaltigen Beschaffung Verantwortung übernehmen. Denn damit sorgen wir dafür, dass die Menschen am Anfang der Lieferketten in Entwicklungsländern von ihrer Arbeit leben können und die Umwelt geschützt wird.“
Entwicklungsminister Müller hatte das staatliche Siegel für sozial und ökologisch nachhaltig hergestellte Textilien Grüner Knopf Anfang September 2019 vorgestellt.
Hersteller der Textilien ist das Bocholter Unternehmen Dibella, das sich auf Textilien für Hotellerie, Gastronomie und Gesundheitswesen spezialisiert hat.
Müller: „Dibella ist ein Nachhaltigkeits-Vorreiter. Es ist eines der ersten Unternehmen, das Textilien mit dem Grünen Knopf anbietet. Dibella engagiert sich aber auch seit Jahren im Bündnis für nachhaltige Textilien und setzt dort Jahr für Jahr konkrete Schritte um, um die Arbeits- und Umweltbedingungen in der Textil-Lieferkette zu verbessern.“
Ralf Hellmann, Geschäftsführer Dibella: „Wir teilen die Vision von Entwicklungsminister Müller für mehr Verantwortungsbewusstsein beim Textileinkauf. Deswegen haben wir uns von Anfang an für dieses Ziel engagiert. Mit dem Grünen Knopf und der Umsetzung des ersten nachhaltigen Beschaffungsprojekts in einer öffentlichen Institution ist aus dieser Vision nun Wirklichkeit geworden. Wir sind stolz, dass wir gemeinsam mit unserem langjährigen Kunden Sitex an dieser wichtigen Aufgabe teilhaben.“
Um mit dem Grünen Knopf ausgezeichnet zu werden, müssen 46 anspruchsvolle soziale und ökonomische Kriterien erfüllt werden – von A wie Abwassergrenzwerte bis Z wie Zwangsarbeitsverbot. Das Besondere am Grünen Knopf: Neben dem Produkt wird immer auch das Unternehmen als Ganzes überprüft. Legt es Lieferanten offen? Gibt es Beschwerdemöglichkeiten für die Näherinnen vor Ort? Schafft es Missstände ab?
Bereits 27 Unternehmen machen beim Grünen Knopf mit. Über 100 weitere haben Interesse am Grünen Knopf und werden in den nächsten Monaten geprüft.
(Quelle: http://www.bmz.de/20191108-1)
Textilsiegel Grüner Knopf: Expertenbeirat nimmt Arbeit auf
Berlin – Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller hat die Mitglieder des unabhängigen Expertenbeirats des Grünen Knopfs ernannt. Der Beirat berät das Bundesentwicklungsministerium bei der Weiterentwicklung des staatlichen Textilsiegels.
Müller: "Ich freue mich, dass wir ausgewiesene Expertinnen und Experten für den Beirat gewinnen konnten. Sie werden uns helfen, die Anforderung des Grünen Knopfs weiter auszubauen. Denn unser Ziel ist: Der Schutz von Mensch und Umwelt in der gesamten Lieferkette."
Der fünfköpfige Beirat ist ein unabhängiges Expertengremium. Ihm gehören folgende Personen an:
- Prof. Stefanie Lorenzen, Professorin für Wirtschaftsrecht mit Schwerpunkt Arbeits- und Sozialrecht, Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR)
- Philipp von Bremen, Leiter Geschäftsbereich Verbraucherpolitik, Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv)
- Michael Windfuhr, Stellvertretender Direktor, Deutsches Institut für Menschenrechte
- Dr. Raul Kirmes, Leiter Stabsbereich Geschäftsfeldentwicklung, Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS)
- Achim Lohrie, Lohrie-Consulting, Nachhaltigkeitsexperte
Der Beirat wird sich unter anderem mit einer verbraucherfreundlichen Nachverfolgbarkeit der zertifizierten Produkte befassen. Außerdem soll der Grüne Knopf künftig weitere Produktionsschritte in der Lieferkette abdecken. Die Empfehlungen des Beirats werden öffentlich zugänglich sein.
Philipp von Bremen vom Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv): "Der Grüne Knopf soll die Suche nach sozial und ökologisch nachhaltig produzierter Kleidung erleichtern und Licht in den Siegeldschungel bei Textilien bringen. Damit die Verbraucher das Siegel aber auch annehmen, müssen die Vergabekriterien gut und transparent sein. Im Beirat werde ich mich genau dafür einsetzen."
Der Grüne Knopf wurde am 9. September 2019 von Bundesminister Dr. Gerd Müller ins Leben gerufen. Produkte von über 30 Unternehmen wurden bereits mit dem Grünen Knopf zertifiziert, darunter T-Shirts, Hosen und Schuhe aber auch Rucksäcke, Zelte oder Bettwäsche.
(Quelle: http://www.bmz.de/20200309-2)
Dorint stellt als erste Hotelkette in Deutschland auf nachhaltige Textilien mit dem Grünen Knopf um
Die deutsche Hotelgruppe Dorint stellt auf sozial und ökologisch nachhaltig produzierte Textilien um. Angefangen mit Alltagsmasken für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Küchenschürzen, geht es künftig weiter mit der Bettwäsche für die über 10.000 Hotelzimmer und die Kleidung für die 4.500 Angestellten. Minister Müller begrüßt den nachhaltigen Weg und besuchte ein Dorint-Hotel in Hamburg-Eppendorf. Im vergangenen September hatte der Entwicklungsminister das neue Textilsiegel Grüner Knopf eingeführt.
Entwicklungsminister Gerd Müller: "Ich freue mich sehr, dass Dorint vorangeht und auf nachhaltige Textilien mit dem Grünen Knopf setzt. Das ist gut für die Umwelt und für die Menschen. Denn gerade in Krisenzeiten kommt es auf Solidarität und Verantwortung an – auch für die Arbeiterinnen und Arbeiter am Anfang unserer Lieferketten. Wir tragen Masken in Hotels und Geschäften, weil wir uns umeinander sorgen. Das gleiche muss auch für die Menschen gelten, die unsere Kleidung herstellen. Nachhaltigkeit muss Standard werden. Dorint zeigt: Es geht."
Dirk Iserlohe, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Dorint-Hotelgruppe: "Nicht nur über Nachhaltigkeit sprechen, sondern diese auch bewusst leben. Deshalb haben wir im Rahmen der Neubeschaffung unserer Arbeitskleidung und den notwendigen Textilien angefangen, neu zu denken."
Mit der Umstellung auf nachhaltige Textilien setzt die Hotelgruppe Dorint ihr soziales Engagement weiter fort und übernimmt einmal mehr ökologische Verantwortung.
Hintergrund
Über KAYA&KATO GmbH
Hersteller der Berufsbekleidung und Textilien für Dorint ist das Kölner Unternehmen KAYA&KATO. Die KAYA&KATO GmbH gehört zu den ersten Unternehmen, die vom Bundesentwicklungsministerium mit dem Textilsiegel Grüner Knopf" im letzten September zertifiziert wurden.
Über den Grünen Knopf
Der "Grüne Knopf" ist das staatliche Siegel für nachhaltige Textilien. 46 anspruchsvolle Sozial- und Umweltkriterien müssen eingehalten werden – von A wie Abwassergrenzwerten bis Z wie Zwangsarbeitsverbot. Das Besondere: Neben dem einzelnen T-Shirt oder Textilien wird immer auch das gesamte Unternehmen überprüft. Einzelne Vorzeige-Produkte reichen nicht aus. Das gesamte Unternehmen muss nachhaltig handeln. Seit der Einführung des Siegels 2019 haben bereits 40 Unternehmen die Prüfungen durchlaufen und bieten Produkte mit dem Grünen Knopf an.
Über die Dorint Gruppe
Die Dorint Gruppe mit Sitz in Köln gehört zu den führenden Hotelgesellschaften in Deutschland. Das Traditions-Unternehmen gehört zur Holding HONESTIS AG und betreibt unter den Marken "Dorint Hotels & Resorts", "Hommage Luxury Hotels Collection" und "Essential by Dorint" heute über 60 Häuser – davon drei in der Schweiz und eins in Österreich. Im Konzern sind inzwischen über 4.500 Mitarbeiter beschäftigt. Am 25. September 2019 wurde die Marke "Dorint Hotels & Resorts" 60 Jahre alt.
Minister Müller begrüßt Entscheidung des Freistaats Bayern zu nachhaltigen Textilien
Berlin – Der Freistaat Bayern und seine Unternehmen sollen künftig nur noch Textilien beschaffen, die nachhaltig hergestellt und mit Siegeln wie dem Grünen Knopf ausgezeichnet sind.
Bundesentwicklungsminister Gerd Müller zu dem nun vom Wirtschaftsausschuss des Bayerischen Landtags beschlossenen Antrag:
"Der Freistaat Bayern zeigt in der Corona-Krise internationale Solidarität. Ich freue mich sehr, dass Bayern vorangeht und bei der Textilbeschaffung auf Nachhaltigkeit setzt. Nur so kommt unsere Solidarität auch bei den Menschen an, die sie am dringendsten benötigen – die Näherinnen und die Färber in den Produktionsländern unserer Textilien. Der Grüne Knopf steht für hohe soziale und ökologische Mindeststandards. Er macht Verantwortung sichtbar – für Verbraucher und auch für die Beschaffungsstellen. Ich wünsche mir, dass viele bayerische Kommunen, öffentliche Einrichtungen wie Krankenhäuser und auch Unternehmen diesem Beispiel folgen."
Viele Unternehmen, aber auch Kliniken setzen bereits auf den Grünen Knopf. So bietet das traditionsreiche Bamberger Unternehmen Greiff Mode mit dem Grünen Knopf zertifizierte Berufskleidung an. Das größte Universitätsklinikum Norddeutschlands, das Klinikum Schleswig-Holstein in Lübeck, bezieht zertifizierte Bettwäsche. Und vor wenigen Tagen hat auch die Hotelkette Dorint angekündigt, ihre Textilien auf den Grünen Knopf umzustellen.
Der Grüne Knopf ist das staatliche Siegel für nachhaltige Textilien. 46 anspruchsvolle Sozial- und Umweltkriterien müssen eingehalten werden – von A wie Abwassergrenzwerte bis Z wie Zwangsarbeitsverbot. Das Besondere: Neben dem einzelnen T-Shirt oder Textilien wird immer auch das gesamte Unternehmen überprüft. Einzelne Vorzeige-Produkte reichen nicht aus. Das gesamte Unternehmen muss nachhaltig handeln. Seit der Einführung des Siegels 2019 haben bereits 40 Unternehmen die Prüfungen durchlaufen und bieten Produkte mit dem Grünen Knopf an – von Schuhen und modischer Bekleidung, über Bettwäsche und Handtücher, bis hin zu Rucksäcken und Zelten.
(Quelle: http://www.bmz.de/20200703-1)
Ein Jahr staatliches Textilsiegel "Grüner Knopf"
Vor einem Jahr hat Bundesentwicklungsminister Gerd Müller mit 27 Vorreiter-Unternehmen das staatliche Textilsiegel Grüner Knopf eingeführt. Das Siegel gibt eine klare Orientierung beim Kauf sozial und ökologisch hergestellter Textilien. Mittlerweile machen 52 Unternehmen mit, darunter anerkannte Nachhaltigkeits-Pioniere der ersten Stunde, Sportlabel, Familienbetriebe und Mittelständler und auch große internationale Einzelhändler.
Minister Müller: "Trotz einer schwierigen wirtschaftlichen Lage hat sich der Grüne Knopf am Markt etabliert. Ich freue mich, dass mittlerweile 52 Unternehmen mitmachen. Das ist eine Verdoppelung im ersten Jahr, obwohl die Textilbranche von der Coronakrise besonders betroffen ist. Mittlerweile kann man sich von 'Kopf bis Fuß' mit Grüner-Knopf-Produkten einkleiden – von Mützen, über T-Shirts bis zu Sneakern. Auch Bettwäsche, Rucksäcke oder Zelte tragen das Siegel. Den Grünen Knopf gibt es für jeden Geschmack und auch für jeden Geldbeutel. Denn nachhaltige Mode muss nicht automatisch teuer sein."
Eine repräsentative Studie des Marktforschungsinstituts GfK kommt zu dem Ergebnis: "Der Grüne Knopf ist auf dem besten Wege zu einer Erfolgsgeschichte". Rund ein Drittel der Deutschen kennen ihn – nach einem Jahr ein im Vergleich zu anderen Nachhaltigkeitssiegeln sehr guter Wert. Und nahezu alle Befragten befürworten ein staatliches Siegel zur Überprüfung sozialer und ökologischer Standards. Die Menschen wissen auch, wofür der Grüne Knopf steht: wie das Verbot von Kinderarbeit und gefährlichen Chemikalien oder Zahlung von Mindestlöhnen.
Dieses Vertrauen spiegelt sich auch an der Ladentheke wider: Allein im wirtschaftlich schweren ersten Halbjahr 2020 wurden mehr als 50 Millionen Textilien mit dem Grünen Knopf verkauft. Davon rund 35 Millionen Kleidungsstücke. Das entspricht hochgerechnet einem Marktanteil des Grünen Knopfs zwischen 1,5 und drei Prozent. Zur Einordnung: Das deutsche Bio-Siegel lag in dem ersten Jahr nach Einführung bei zwei Prozent Marktanteil und hat nach sieben Jahren einen Marktanteil von 3,5 Prozent erreicht.
Müller weiter: "Der Grüne Knopf ist mehr als ein Textilsiegel – er ist unser Zeichen für Verantwortung. Wir brauchen einen grundlegenden Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit in globalen Lieferketten. Denn am Anfang vieler unserer Produkte stehen Menschen, die bislang kaum von ihrer Arbeit leben können. Noch immer müssen 75 Millionen Kinder weltweit unter ausbeuterischen Bedingungen schuften – auch für unsere Produkte. Immer mehr Kunden wollen das nicht länger hinnehmen und fordern, dass in der Produktion grundlegende Mindeststandards eingehalten werden. Die Unternehmen beim Grünen Knopf erfüllen dies bereits. Und so ist der Grüne Knopf nach einem Jahr auch eine Blaupause für ein branchenübergreifendes Lieferkettengesetz. Denn das Siegel zeigt: Es geht. Selbst kleine Start-ups schaffen das."
Jetzt setzen auch die Diakonie Deutschland und der Deutsche Caritasverband auf nachhaltige Textilien. Zusammen sind sie die größten Textilbeschaffer in Deutschland – außerhalb der öffentlichen Hand. Allein für die 2,2 Millionen Betten und Plätze in den 56.000 Einrichtungen werden riesige Mengen an Bettwäsche benötigt. Am ersten Jahrestag des Grünen Knopfs, dem 9.9.2020, unterzeichnen Bundesminister Gerd Müller und der Präsident der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie, sowie der Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes, Hans Jörg Millies, eine entsprechende Vereinbarung.
Müller: "Ich freue mich, dass die Diakonie und der Caritasverband auf den Grünen Knopf setzen. Private und öffentliche Einrichtungen können viel zu fairen Lieferketten beitragen, wenn sie konsequent nachhaltig beschaffen. Der Gedanke der christlichen Nächstenliebe gilt auch für die Menschen am Anfang der Lieferkette, wie etwa die Näherinnen in Bangladesch, die unsere Kleidung in Akkordarbeit nähen."
(Quelle: http://www.bmz.de/20200909-1)
