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Pressemitteilungen, Pressematerial und Informationen
Hier finden Sie aktuelle Pressemitteilungen und Termine sowie eine Fotobibliothek und verschiedene Hintergrundinformationen zum Herunterladen. Bei Fragen können Sie uns gerne kontaktieren.
Grüner-Knopf-Standard leicht angepasst: Der Grüne Knopf 2.0.1
Im Juni 2022 wurde der Grüner-Knopf-Standard 2.0 veröffentlicht. Seitdem ist er erfolgreich in der Anwendung. 61 Unternehmen haben sich bis heute bereits nach der ambitionierteren Standardversion prüfen lassen und sind somit mit dem Grünen Knopf 2.0 lizenziert.
Im Zuge der Umsetzung des Standards ging eine Vielzahl an Rückmeldungen von wichtigen Stakeholdern des Grünen Knopfs ein. Diese Rückmeldungen haben Berücksichtigung gefunden und sind in eine geringfügig adaptierte Standardversion 2.0.1 eingeflossen. In der neuen Standardversion wurde beispielweise die Übergangsfrist für die Faseranforderungen verlängert, die Akkreditierungsfähigkeit des Grüner-Knopf-Programms bei der Deutschen Akkreditierungsstelle festgestellt und das OECD Alignment Assessment des Grünen Knopfs durchgeführt. Aufgrund dieser Prozesse werden nun die zentralen normativen Dokumente angepasst.
Die Änderungen im Überblick
Die neuen Anforderungen treten zum 1. Dezember 2024 in Kraft und sind von da an verbindlich. Lizenznehmer, Zertifizierungsstellen und weitere Stakeholder müssen die Änderungen des Standards beachten und umsetzen. Eine Sonderevaluierung ist nicht notwendig; die Überprüfung wird bei der nächsten regulären Evaluierung durchgeführt.
Die konkreten Änderungen sind in den nachfolgenden Dokumenten aufgeführt: Es sind zwei Dokumentversionen vorhanden. In der einen Dokumentenversion sind die Veränderungen der neuen Standardversion im Vergleich zum Grünen Knopf 2.0 durch gelbe Markierungen im Text hervorgehoben (zu finden im Archiv). Die andere Dokumentenversion beinhaltet ein bereinigtes Dokument mit den neuesten Änderungen. Außerdem beinhaltet jedes Dokument eine Übersicht über die vorgenommenen Änderungen in der Versionstabelle:
- Grüner-Knopf-Standard 2.0.1: Anforderungen an unternehmerische Sorgfaltsprozesse und Bedingungen zur Produktauslobung (inkl. markierten Veränderungen)
- Grüner-Knopf-Standard 2.0.1: Prozess und Anforderungen für die Anerkennung von Siegeln (Meta-Siegelansatz) (inkl. markierten Veränderungen)
- Grüner-Knopf-Standard 2.0.1: Prozess und Anforderungen für die Anerkennung von Siegeln (Meta-Siegelansatz) (Version ohne Markierungen)
- Grüner-Knopf-Zertifizierungsprogramm 4.1 (inkl. markierten Veränderungen)
- Grüner-Knopf-Zertifizierungsprogramm 4.1 (Version ohne Markierungen)
Die Veröffentlichung der englischen Dokumente folgt in Kürze.
Falls Sie als lizenziertes oder interessiertes Unternehmen Fragen zu den Anpassungen haben, nehmen Sie sehr gerne an unseren offenen Fragestunden teil:
- für Lizenznehmer: jeden Mittwoch zwischen 09:00 und 10:00 Uhr
- für interessierte Unternehmen: jeden zweiten Donnerstag zwischen 09:30 und 10:30 Uhr
Mit den Zertifizierungsstellen wurden und werden die Neuerungen in den Kalibrierungstreffen thematisiert.
Pressemitteilung der Geschäftsstelle zum Jubiläum vom 09.09.2024
How we change fashion: Der Grüne Knopf feiert fünfjähriges Bestehen
Vor fünf Jahren wurde das staatliche Siegel Grüner Knopf, als erstes Siegel seiner Art in Deutschland, vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) eingeführt. Der Grüne Knopf verfolgt seitdem das Ziel, die Textilbranche nachhaltiger zu gestalten. Denn 90% unserer Textilien werden in Ländern des Globalen Südens hergestellt – nicht selten unter unzureichenden Bedingungen. Geschätzte 75 Millionen Menschen sind weltweit an der Herstellung von Textilien beteiligt, der Großteil davon sind Frauen. Noch immer gehören unbezahlte Überstunden bei Näher*innen oder die Verwendung gefährlicher Chemikalien bei der Produktion zur Tagesordnung. Damit sich dies ändert, müssen (Textil-)Unternehmen ihre Sorgfaltspflichten erfüllen und proaktiv Risiken und Missstände in ihren Lieferketten angehen. Der Grüne Knopf zeigt seit fünf Jahren, welche Unternehmen ihrer Verantwortung für Mensch und Umwelt in ihren textilen Lieferketten nachkommen und zeichnet ihre nachhaltigen Produkte aus.
Seit seiner Einführung im September 2019 konnte der Grüne Knopf einiges erreichen: Mehr als 100 Unternehmen haben in den vergangenen fünf Jahren den Standard „Grüner Knopf“ umgesetzt und sich den unabhängigen Prüfungen unterzogen. Zum fünften Jahrestag blickt Geschäftsstellenleiterin Christine Moser-Priewich auf die Entwicklung des Grünen Knopfs und betont besonders die Vorreiterrolle des Siegels: „Es erfüllt uns mit großem Stolz, dass der Grüne Knopf als Pionier einen wichtigen und anerkannten Beitrag zur Verankerung von Sorgfaltspflichten leisten konnte. Heute ist unbestritten, dass der Grüne Knopf zwei Dinge zeigen konnte: Erstens, Unternehmen aller Größen können Sorgfaltspflichten umsetzen und Verantwortung für die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards in ihren Lieferketten übernehmen. Zweitens, diese Sorgfaltspflichten lassen sich überprüfen und zertifizieren – zahlreiche Akteure machen es uns nun nach. Damit hat der Grüne Knopf entsprechenden Gesetzesinitiativen in Deutschland und Europa den Weg bereitet.“
Weiterentwicklung der Anforderungen
Mit der Einführung einer überarbeiteten Standardversion (Grüner Knopf 2.0) im August 2022 wurden die Anforderungen erhöht. So stellt der Grüne Knopf nun auch Anforderungen an den Fortschritt hin zu existenzsichernden Löhnen oder verlangt eine stärkere Einbindung von Betroffenen in den Produktionsländern. Aktuell sind über 60 Unternehmen mit dem überarbeiteten Standard lizenziert und erfüllen seine ambitionierteren Anforderungen.
Wirkung über das eigene Siegel hinaus
Über den sogenannten Meta-Siegelansatz wirkt der Grüne Knopf auch über das eigene Siegel und über die Textilbranche hinaus. Im Meta-Siegelansatz hat der Grüne Knopf 20 vertrauenswürdige Siegel anerkannt – darunter Siegel von Fairtrade, OEKO-TEX® und den Global Organic Textile Standard (GOTS). Mit diesen anerkannten Siegeln belegen Unternehmen, dass sie und ihre Zulieferer die Nachhaltigkeitsanforderungen des Grünen Knopfs an die Produktion erfüllen. Auf dem Weg zur Anerkennung haben die Siegel mit dem Grünen Knopf zusammengearbeitet, um ihre Anforderungen in wichtigen Themenbereichen zu erhöhen. Diese strengeren Anforderungen, z.B. im Bereich der Kinderarbeit, Mutterschutz, Chemikalien und Arbeitsrechte, gelten für alle Betriebe, die durch die 20 Siegel zertifiziert werden. Davon profitieren weltweit Arbeiter*innen in über 27.000 Betrieben, unter anderem in Indien, Bangladesch und der Türkei. Dies trägt nicht nur zu sozialer Gerechtigkeit bei, sondern schont auch weltweit Ressourcen und fördert eine global nachhaltigere Wirtschaft.
Der Grüne Knopf ist überall
Nicht nur in der Unternehmens- und Siegellandschaft hat sich der Grüne Knopf einen Namen gemacht. Auch in weiten Teilen der Öffentlichkeit ist der Grüne Knopf bekannt: Laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ist der Grüne Knopf das drittbekannteste Textilsiegel in Deutschland. Bereits 47% der Menschen kennen das Siegel, über die Hälfte (60%) davon hat bewusst mindestens ein Kleidungsstück mit dem Siegel gekauft. Das Vertrauen in den Grünen Knopf ist mit 68% besonders hoch. Von Mütze bis Socke, von Zelt bis Fanschal: Nachhaltige Produkte mit dem Grünen Knopf gibt es inzwischen für jede Gelegenheit und jeden Geldbeutel. Seit seiner Einführung im Jahr 2019 wurden über 425 Millionen Textilien mit dem Grünen Knopf verkauft.
Auch aus dem öffentlichen Raum ist der Grüne Knopf nicht mehr wegzudenken: Ob auf Bettwäsche oder Handtüchern im Hotel und in Krankenhäusern oder auf Uniformen in der Bahn und an der Supermarkt-Kasse - das staatliche Textilsiegel findet man überall. „Der Erfolg des Grünen Knopfs zeigt, dass Verbraucher*innen nachhaltiger konsumieren möchten. Das staatliche Textilsiegel gibt ihnen die Möglichkeit, beim Einkauf einen Beitrag für gute Arbeitsbedingungen und umweltschonende Produktion zu leisten“, freut sich Geschäftsstellenleiterin Moser-Priewich.
Zum Siegel
Der Grüne Knopf wurde am 9. September 2019 vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ins Leben gerufen. Er hat das Ziel, menschenwürdige Arbeitsbedingungen und eine umweltfreundliche Produktion entlang textiler Lieferketten zu erreichen. Als Siegelgeber treibt das BMZ damit den Schutz von Mensch und Umwelt in globalen Lieferketten weiter voran.
Das Besondere am Grünen Knopf ist, dass seine Anforderungen in zwei Säulen unterteilt sind: In den Anforderungen der ersten Säule wird geprüft, ob ein Unternehmen Verantwortung für die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards in seinen textilen Lieferketten übernimmt. Dies sind die Anforderungen an die unternehmerischen Sorgfaltsprozesse. Die zweite Säule des Grünen Knopfs beinhaltet die Anforderungen an die Produktionsprozesse in der Lieferkette. Zur Überprüfung dieser erkennt der Grüne Knopf über seinen sogenannten Meta-Siegelansatz andere Siegel an. Diese Siegel müssen Anerkennungskriterien erfüllen. Ein Produkt kann also nur dann mit dem Grünen Knopf ausgelobt werden, wenn die Anforderungen aus beiden Säulen erfüllt sind.
LkSG und Grüner Knopf – Wie kann der Grüne Knopf für das Gesetz in Wert gesetzt werden?
Das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und die Geschäftsstelle des Grünen Knopf laden zu diesem Webinar ein.
17. September 2024 ∙ 10.00-11.15 Uhr ∙ Online
Redner*innen:
Lucia de Carlo, Referatsleitung, BMZ
Christine Moser-Priewich, Geschäftsstellenleitung Grüner Knopf
Florian Woitek, Referatsleitung, Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
Welchen Mehrwert bietet der Grüne Knopf für die Umsetzung des LkSG? Wo liegen Überschneidungen und wo Abweichungen zwischen den gesetzlichen Anforderungen und denen des Grünen Knopfs?
Diesen Fragen widmen sich in unserem Webinar drei Expert*innen aus dem BMZ, der Grüner-Knopf-Geschäftsstelle und dem BAFA. Neben einem Einblick in die Ergebnisse des Abgleichs der Anforderungen sowie in die Learnings für das BAFA bei der bisherigen Implementierung des Gesetzes, erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre Fragen rund um die Umsetzung des Gesetzes zu stellen. Das Webinar richtet sich sowohl an interessierte als auch bereits Grüner-Knopf-lizenzierte Unternehmen.
Über diesen Link können Sie sich anmelden.
Den Teilnahmelink erhalten Sie vor der Veranstaltung per E-Mail.
Ende der Übergangsfrist von Grüner Knopf 1.0 anerkannten Siegeln und Ergänzung der anerkannten Siegel I 01.08.2024
Der 1. August 2024 markiert das Ende der Übergangsfrist für im Grünen Knopf 1.0 anerkannte Siegel. Ab diesem Tag dürfen Unternehmen nur noch neue Grüner-Knopf-Produkte melden, die über Siegel verfügen, die auf den Lieferkettenstufen Konfektion und Nassprozesse für den Grünen Knopf 2.0 anerkannt sind. Für die Anforderungen an die Rohstoffgewinnung (Fasern und Materialien) gilt eine Übergangsphase bis zum 31.07.2026. Erst danach werden diese Anforderungen verbindlich.
Eine aktuell gültige Version der Liste anerkannter Siegel ist stets im Downloadbereich der Grüner-Knopf-Website zu finden. Vereinzelt wird diese Liste noch ergänzt werden. Zuletzt haben noch zwei Siegel den Benchmarking-Prozess erfolgreich durchlaufen und stehen damit als anerkanntes Siegel für die Anforderungen an Produktionsprozesse (Meta-Siegelansatz) unter dem Grünen Knopf 2.0 fest:
- Cradle to Cradle Certified® (C2C Certified®) Silber-Gold-Platin: Im Bereich Nassprozesse
- Fairtrade Textilstandard: Im Bereich Nassprozesse
Diese neu bewerteten Siegel ergänzen die bereits veröffentlichten anerkannten Siegel für den Grünen Knopf 2.0:
- bluesign®PRODUCT: Im Bereich Nassprozesse und im Bereich Faser- und Materialeinsatz für den Einsatz von virgin Polyester und Daunen
- Cotton Made in Africa (CmiA): Im Bereich Faser- und Materialeinsatz für den Einsatz von Baumwolle
- Fairtrade Cotton: Im Bereich Faser- und Materialeinsatz für den Einsatz von Baumwolle
- Fairtrade Textilstandard: Im Bereich Konfektion
- Fairwear Foundation Good Status: Im Bereich Konfektion
- Global Organic Textile Standard (GOTS): In den Bereichen Konfektion und Nassprozesse sowie im Bereich Faser- und Materialeinsatz für den Einsatz pflanzlicher und tierischer Fasern und für den Einsatz von chemischen Fasern bei einem Gewichtsanteil größer als 10% und kleiner als 30%
- Global Recycled Standard (GRS): Im Bereich Nassprozesse in Kombination mit Oeko-Tex Standard 100 und im Bereich Faser- und Materialeinsatz für den Nachweis von rezyklierten Chemie- und Pflanzenfasern
- Naturtextil IVN zertifiziert BEST: Im Bereich Faser- und Materialeinsatz für den Einsatz von pflanzlichen und tierischen Fasern
- Organic Content Standard (OCS): Im Bereich Faser- und Materialeinsatz für den Einsatz von pflanzlichen und tierischen Fasern sowie Regeneratfasern
- OEKO-TEX® MADE IN GREEN: In den Bereichen Konfektion und Nassprozesse
- OEKO-TEX® STANDARD 100: Im Bereich Faser- und Materialeinsatz für den Einsatz von virgin Polyester (für Produktklasse 1-3) und den Nachweis von Recycling-Anteilen
- OEKO-TEX® STANDARD 100: Im Bereich Faser- und Materialeinsatz für den Nachweis von Bio-Baumwolle, sofern „organic“ im scope des Zertifikats ausgewiesen ist (nur noch bis 1. April 2025 möglich)
- OEKO-TEX® ORGANIC COTTON: Für den Nachweis von Bio-Baumwolle
- Recycled Claim Standard (RCS): Im Bereich Faser- und Materialeinsatz für den Nachweis von rezyklierten Chemie- und Pflanzenfasern
- Responsible Down Standard (RDS): Im Bereich Faser- und Materialeinsatz für den Einsatz von Daunen
- Responsible Mohair Standard (RMS): Im Bereich Faser- und Materialeinsatz für den Einsatz von Mohair
- Responsible Wool Standard (RWS): Im Bereich Faser- und Materialeinsatz für den Einsatz von Wolle
- SA8000: Im Bereich Konfektion
Hier finden Sie die Übersicht aller bisher für den Grünen Knopf anerkannten Siegel für die Lieferkettenstufen Konfektion und Nassprozesse sowie für den Faser- und Materialeinsatz. Um zu verstehen, welche Fasern und Materialien welches Siegel benötigen, müssen Sie die Liste in Verbindung mit der Liste zugelassener Fasern und Materialien lesen.
Um die Grüner-Knopf-Anforderungen an Produktionsprozesse zu erfüllen und Produkte kennzeichnen zu können, müssen Unternehmen anerkannte Siegel für alle drei Bereiche (Faser-/Materialeinsatz, Nassprozess, Konfektion) nachweisen. Außerdem müssen Unternehmen generell innerhalb eines Grüner-Knopf-Audits die Erfüllung der Anforderungen an die unternehmerischen Sorgfaltsprozesse belegen.
Die Anerkennung der genannten Siegel ist das Ergebnis eines Anerkennungsprozesses, der in diesem Informationsblatt sowie im Grüner-Knopf-Standard 2.0: Prozess und Anforderungen für die Anerkennung von Siegeln dargelegt ist. Bei den neu anerkannten Siegeln wurde vor ihrer Anerkennung geprüft, ob sie die inhaltlichen Anforderungen des Grünen Knopfs zur Anerkennung von Siegeln sowie die Zulassungsvoraussetzungen, zu denen auch Anforderungen an ihre Glaubwürdigkeit gehören, erfüllen. Die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ausgesprochene Anerkennung der Siegel gilt bis zur nächsten Revision des Grünen Knopfs. Sollte das Siegel selbst Änderungen durchlaufen, ist gemäß des Grüner-Knopf-Standards zu überprüfen, ob die Anerkennung in einem neuen Benchmarking eruiert werden muss.
Dokumente zum Download:
- Übersicht anerkannter Siegel (Liste kann ergänzt und aktualisiert werden)
- Liste zugelassener Fasern und Materialien inkl. Erläuterungen und anerkannter Siegel (Liste kann ergänzt und aktualisiert werden)
Abgleich zeigt: GK-lizenzierte Unternehmen gut vorbereitet für das LkSG
Seit Januar 2023 ist das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) in Deutschland in Kraft. Damit sind Unternehmen ab einer bestimmten Größe erstmals gesetzlich verpflichtet, das zu tun, was Grüner-Knopf-lizenzierte Unternehmen freiwillig schon seit 2019 tun: nachweisbar Verantwortung für ihre Lieferketten übernehmen. Um Unternehmen bei der Erfüllung der gesetzlichen Regelungen zu unterstützen, hat die Geschäftsstelle einen Abgleich der Anforderungen des LkSG mit denen des Grünen Knopfs erstellt. Dieser zeigt, in welchen Punkten sich die Anforderungen überschneiden und wo Unterschiede liegen.
Die gute Nachricht für alle Grüner-Knopf-lizenzierten Unternehmen vorweg: Wer GK lizenziert ist, ist für das LkSG bereits gut vorbereitet und teilweise schon besser aufgestellt, als es der Gesetzgeber aktuell erwartet. Besonders gut stehen die Grüner-Knopf-lizenzierten Unternehmen zum Beispiel hinsichtlich der Grundsatzerklärung oder der Präventionsmaßnahmen der unmittelbaren Zulieferer da.
Viele Überschneidungen von Grünem Knopf und Gesetz
Der Abgleich zeigt, dass das Gesetz und der Grüne Knopf insgesamt ähnliche Anforderungen an die Unternehmen stellen und sich meist nur in Details unterscheiden. Sowohl Gesetz als auch Grüner Knopf fordern beispielsweise die Erstellung einer Grundsatzerklärung. Die Anforderungen an den Inhalt der Grundsatzerklärung sind im Grüner-Knopf-Standard allerdings detaillierter als im LkSG.
Selbst in Punkten, bei denen sich die Inhalte auf den ersten Blick zu unterscheiden scheinen, zeigt sich bei genauerer Betrachtung, dass die Anforderungen in der Praxis zum gleichen Ergebnis führen. So wird z.B. die Grundsatzerklärung im Gesetz als Präventionsmaßnahme betrachtet und eng mit der Risikoanalyse verknüpft. Im Grünen Knopf ist die Grundsatzerklärung der Eckpfeiler für eine verantwortungsvolle Unternehmensführung und wird nicht als Präventionsmaßnahme verstanden. Dies ändert jedoch nichts an der Umsetzung, da in beiden Fällen eine Grundsatzerklärung mit relevantem Inhalt vorliegen muss.
Außerdem sind einige Anforderungen des Gesetzes zwar nicht direkter Bestandteil der Anforderungen des Grünen Knopfs, werden aber häufig im Rahmen der Nachweisführung und/oder im Rahmen des Überwachungsaudits abgefragt. Beispielsweise wird in den GK-Anforderungen, anders als im Gesetz, nicht der Prozess abgefragt, in dem die Geschäftsleitung über das Risikomanagement informiert wird. Allerdings ist eine solche Prozessbeschreibung Bestandteil der Nachweisführung im Audit.
Abweichungen vor allem bei Risikoanalyse und Beschwerdeverfahren
Neben diesen Überschneidungen gibt es aber auch einige wenige Unterschiede. Nennenswert ist dabei die Tiefe der Risikoanalyse. Hier gehen die Anforderungen des Grünen Knopfs über die des Gesetzes hinaus. Beim Grünen Knopf beinhaltet die Risikoanalyse von Beginn an die gesamten textilen Lieferketten. Dies umfasst alle Produktionsaktivitäten in allen Beschaffungsländern bis hin zur Rohstoffherkunft. Zwischen unmittelbaren Lieferanten mit direkter Vertragsbeziehung und mittelbaren Lieferanten ohne Vertragsbeziehung wird dabei nicht unterschieden. Die Ableitung und Umsetzung der Präventionsmaßnahmen richtet sich nach den priorisierten Risiken aus der Risikoanalyse. Dies ist ein wesentlicher Unterschied zum LkSG: Dort werden Präventionsmaßnahmen vor allem von unmittelbaren Lieferanten gefordert. Bei Lieferanten in der tieferen Lieferkette ohne direkte Vertragsbeziehung werden Abhilfemaßnahmen nur bei substantiierter Kenntnis zu Verstößen verlangt.
Außerdem verfolgen das Gesetz und der GK hinsichtlich des Beschwerdeverfahrens bzw. -mechanismus unterschiedliche Ansätze. Der Grüne Knopf geht umsetzungsorientiert vor: Unternehmen müssen sich in ihrer Risikoanalyse mit vorhandenen Beschwerdemechanismen in der Lieferkette auseinandersetzen und sie hinsichtlich ihrer Effektivität bewerten. Darauf basierend werden sinnvolle Maßnahmen festgelegt. Das Gesetzt dagegen fordert per se die Einrichtung unternehmenseigener Beschwerdemechanismen und stellt hohe Ansprüche an die Verfahrensordnung.
Den vollständigen Abgleich der Anforderungen finden Sie hier.
Fair Wear Foundation (Good) für den Grünen Knopf 2.0 anerkannt
Ein weiteres Siegel hat den Benchmarking-Prozess erfolgreich durchlaufen und steht damit als anerkanntes Siegel für die Anforderungen an Produktionsprozesse (Meta-Siegelansatz) unter dem Grünen Knopf 2.0 fest.
Zukünftig kann folgendes Siegel als Nachweis eingesetzt werden:
Fair Wear Foundation Good Status: Im Bereich Konfektion
Dieses neu bewertete Siegel ergänzt die bereits veröffentlichten anerkannten Siegel für den Grünen Knopf 2.0:
- bluesign®PRODUCT: Im Bereich Nassprozesse und im Bereich Faser- und Materialeinsatz für den Einsatz von virgin Polyester und Daunen
- Cotton Made in Africa (CmiA): Im Bereich Faser- und Materialeinsatz für den Einsatz pflanzlicher Fasern
- Fairtrade Cotton: Im Bereich Faser- und Materialeinsatz für den Einsatz von pflanzlichen Fasern
- Fairtrade Textilstandard: Im Bereich Konfektion
- Global Organic Textile Standard (GOTS): In den Bereichen Konfektion und Nassprozesse sowie im Bereich Faser- und Materialeinsatz für den Einsatz pflanzlicher und tierischer Fasern und für den Einsatz von chemischen Fasern bei einem Gewichtsanteil größer als 10% und kleiner als 30%.
- Global Recycled Standard (GRS): Im Bereich Nassprozesse in Kombination mit Oeko-Tex Standard 100 und im Bereich Faser- und Materialeinsatz für den Einsatz von rezyklierten Chemie- und Pflanzenfasern
- Naturtextil IVN zertifiziert BEST: Im Bereich Faser- und Materialeinsatz für den Einsatz von pflanzlichen und tierischen Fasern
- Organic Content Standard (OCS): Im Bereich Faser- und Materialeinsatz für den Einsatz von pflanzlichen und tierischen Fasern sowie Regeneratfasern
- OEKO-TEX® MADE IN GREEN: In den Bereichen Konfektion und Nassprozesse. Sowie im Bereich Faser- und Materialeinsatz je nach zugrundeliegendem Zertifikat für den Einsatz von virgin Polyester (für Produktklasse 1-3) oder dem Einsatz von Bio-Baumwolle (Unterbereich 5)
- OEKO-TEX® STANDARD 100: Im Bereich Faser- und Materialeinsatz für den Nachweis von virgin Polyester (für Produktklasse 1-3) und den Nachweis von Recycling-Anteilen (Unterbereich 3 und 7)
- OEKO-TEX® STANDARD 100 „organic“: Im Bereich Faser- und Materialeinsatz für den Nachweis von Bio-Baumwolle (Unterbereich 5)
- OEKO-TEX® ORGANIC COTTON: Für den Nachweis von Bio-Baumwolle (Unterbereich 5)
- Recycled Claim Standard (RCS): Im Bereich Faser- und Materialeinsatz für den Einsatz von rezyklierten Chemie- und Pflanzenfasern
- Responsible Down Standard (RDS): Im Bereich Faser- und Materialeinsatz für den Einsatz von Daunen
- Responsible Mohair Standard (RMS): Im Bereich Faser- und Materialeinsatz für den Einsatz tierischer Fasern
- Responsible Wool Standard (RWS): Im Bereich Faser- und Materialeinsatz für den Einsatz tierischer Fasern
- SA8000: Im Bereich Konfektion
Hier finden Sie die Übersicht aller bisher für den Grünen Knopf anerkannten Siegel für die Lieferkettenstufen Konfektion und Nassprozesse sowie für den Faser- und Materialeinsatz. Die Liste wird fortlaufend weiter ergänzt und aktualisiert. Außerdem sind in diesem Dokument alle für den Grünen Knopf 2.0 zugelassenen Fasern und Materialien aufgelistet, kombiniert mit den jeweils anerkannten Siegeln.
Um die Grüner-Knopf-Anforderungen an Produktionsprozesse zu erfüllen und Produkte kennzeichnen zu können, müssen Unternehmen anerkannte Siegel für alle drei Bereiche (Faser-/Materialeinsatz, Nassprozess, Konfektion) nachweisen. Zuvor müssen Unternehmen innerhalb eines Grüner-Knopf-Audits die Erfüllung der Anforderungen an die unternehmerischen Sorgfaltsprozesse belegen.
Die Anerkennung der genannten Siegel ist das Ergebnis eines Anerkennungsprozesses, der in diesem Informationsblatt sowie im Grüner-Knopf-Standard 2.0: Prozess und Anforderungen für die Anerkennung von Siegeln dargelegt ist. Bei den neu anerkannten Siegeln wurde vor ihrer Anerkennung geprüft, ob sie die inhaltlichen Anforderungen des Grünen Knopfs zur Anerkennung von Siegeln sowie die Zulassungsvoraussetzungen, zu denen auch Anforderungen an ihre Glaubwürdigkeit gehören, erfüllen. Die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ausgesprochene Anerkennung der Siegel gilt bis zur nächsten Revision des Grünen Knopfs. Sollte das Siegel selbst Änderungen durchlaufen, ist gemäß des Grüner-Knopf-Standards zu überprüfen, ob die Anerkennung in einem neuen Benchmarking eruiert werden muss.
Dokumente zum Download
- Liste zugelassener Fasern und Materialien inkl. Erläuterungen und anerkannter Siegel (Liste wird fortlaufend ergänzt und aktualisiert)
- Übersicht anerkannter Siegel (Liste wird fortlaufend ergänzt und aktualisiert)
It’s a wrap: Webinarreihe zur EU-Textilstrategie geht erfolgreich zu Ende
Was im September 2023 als gemeinsame Webinarreihe des Bündnis für nachhaltige Textilien, des Grünen Knopfs und GIZ FABRIC begann, ist nun abgeschlossen. Die sechs Webinar-Sitzungen nahmen die Teilnehmer mit auf eine Reise durch die komplexe Landschaft der kommenden EU-Gesetzgebung im Rahmen der EU-Textilstrategie. Wichtige Vorschriften, die sich auf Unternehmen im Textilsektor auswirken werden, wurden im Detail vorgestellt. Die große Teilnehmendenzahl in allen sechs Sessions zeugte von der hohen Relevanz des Themas.
Bei allen sechs Terminen berichteten verschiedene Expert*innen aus ihren jeweiligen Fachgebieten und informierten darüber, wie sich Unternehmen auf die kommenden Richtlinien vorbereiten können.
Auf diese Weise bot die Webinarreihe den Teilnehmer*innen vielerlei Einblicke:
- eine Einführung in die breitere politische Landschaft der EU und in den Zusammenhang zwischen anstehenden Rechtsvorschriften und internationalen Verpflichtungen
- einen tiefen Einblick in spezifische Gesetzesinitiativen, die den Textil- und Bekleidungssektor in den kommenden Jahren verändern werden
- ein besseres Verständnis dafür, wie sich diese Initiativen voraussichtlich auf Unternehmen und globale Lieferketten auswirken werden
Zusammenarbeit essentiell bei der Vorbereitung auf das, was kommt
Im Einzelnen wurden folgende Verordnungen vorgestellt: die EU-Lieferkettenrichtlinie (Corporate Sustainability Due Diligence Directive), die EU-Richtlinie zur Unternehmens-Nachhaltigkeitsberichterstattung (Corporate Sustainability Reporting Directive), die Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR), die Abfallrahmenrichtlinie sowie die Erweiterte Herstellerverantwortung, das Verbot von in Zwangsarbeit hergestellten Produkten und die Green Claims Richtlinie.
Auch wenn zum Zeitpunkt der Präsentation noch keine der Richtlinien final verabschiedet war, machten die Expert*innen deutlich, dass es viele Schritte gibt, die Unternehmen bereits unternehmen können und sollten, um sich auf die kommenden Verordnungen vorzubereiten. Darüber hinaus betonten alle Gastsprecher*innen die Zusammenarbeit als Schlüsselstrategie bei der Vorbereitung auf das, was kommen wird. Kein Unternehmen sollte im Alleingang handeln, sondern sich mit anderen zusammenschließen - auch mit seinen Zulieferern.
Aufzeichnungen verfügbar
Wenn Sie ein Webinar verpasst haben oder es sich einfach noch einmal ansehen möchten, finden Sie alle Sitzungen, die gemeinsam mit GIZ FABRIC veranstaltet wurden, auf dem Asian Garment Hub Youtube-Kanal. Alle anderen Sitzungen werden sukzessive auf dem Youtube-Kanal des Grünen Knopfs hinzugefügt.
Das Organisationsteam möchte sich bei allen Beteiligten für ihre wertvollen Beiträge und das enorme Interesse des Publikums an den einzelnen Veranstaltungen bedanken!
Verlängerung der Übergangsfrist für die Faser- und Materialanforderungen bis 31.07.2026
Im August 2022 wurden mit der Einführung des Grünen Knopfs 2.0 erstmals auch Anforderungen an den Faser- und Materialeinsatz in Grüner-Knopf-Produkten formuliert. Sie sollen die nachhaltige Gewinnung von Rohstoffen und die Recyclingfähigkeit von Textilprodukten auf lange Sicht fördern. Nach Ablauf der bisherigen Übergangsfrist, sollten die Anforderung ab 31.07.2024 in Kraft treten. Die Übergangsfrist für die Faser- und Materialanforderungen des Grünen Knopfs 2.0 wurde nun vom Siegelgeber des Grünen Knopfs, dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), bis zum 31.07.2026 verlängert.
Hintergrund für die Verlängerung der Übergangsfrist ist insbesondere der Aspekt, dass aktuell verschiedene politische Regulierungen für den Textilsektor in der Europäischen Union (EU) diskutiert werden, die sich voraussichtlich stark auf den Anforderungsbereich des Grünen Knopfs auswirken und hier wiederrum insbesondere im Faser- und Materialbereich.
Darunter fallen primär die EU Sustainable Product Regulation (ESPR), die Green Claims Directive und die Überarbeitung der Textilkennzeichnungsverordnung (TLR).
- Die ESPR soll Anforderungen an das Design und die Materialauswahl von Textilien stellen. Der hierfür relevante Rechtsakt, inkl. der Einführung eines digitalen Produktpasses, wird zwischen 2024 und 2027 Gültigkeit erlangen.
- Die Green Claims Directive soll Nachhaltigkeitsaussagen regulieren und die Verbreitung von Umweltzeichen begrenzen. Die Umsetzung dieser Richtlinie erfolgt durch die Mitgliedstaaten 24 Monate nach Verabschiedung auf EU-Ebene.
- Die Überarbeitung der Textilkennzeichnungsverordnung (TLR) wird ebenfalls neue Anforderungen an die physische und digitale Kennzeichnung von Textilien stellen.
Die Implikationen dieser Regularien auf Standards und den Sektor insgesamt sind derzeit noch nicht absehbar. Vor diesem Hintergrund besteht ein erhebliches Risiko, dass der Grüne Knopf Anforderungen an den Faser- und Materialeinsatz stellt, die nach Inkrafttreten der Regularien angepasst oder wieder zurückgenommen werden müssten.
Bis 31.07.2026 können Lizenznehmer weiterhin freiwillig Produkte bereits entsprechend der Faser- und Materialanforderungen des Grünen Knopfs 2.0 zertifizieren lassen. Die Metasiegel-Anforderungen an die Konfektion und die Nassprozesse sind von dieser verlängerten Übergangsfrist nicht betroffen, diese müssen ab dem 31.07.2024 gemäß des Grüner-Knopf-Standards 2.0 verbindlich erfüllt werden.
Mit der angepassten Übergangsfrist können nach dem 31.07.2024 Produkte mit dem Grünen Knopf 2.0 ausgelobt werden, die
- die Grüner Knopf 2.0 Anforderungen an die unternehmerischen Sorgfaltsprozesse erfüllen
- mit im Grünen Knopf 2.0 anerkannten Siegeln für die Nassprozesse und die Konfektion zertifiziert sind.
- zusätzlich die Faser- und Materialanforderungen des Grünen Knopfs 2.0 erfüllen.
Hinweis: Die Informationen an den verschiedenen Stellen auf der Website bezüglich der Übergangsfrist werden aktuell überarbeitet.
Webinar-Series: Europe's Green Transition in the Textile Sector – Green Claims
Hinweis: Diese Webinarreihe findet auf Englisch statt.
The webinar series of The Partnership for Sustainable Textile and the Green Button on upcoming legislation under the EU Textile Strategy comes to an end!
Join us on 6th of March from 10am CET on for the last session of the webinar series:
TACKLING GREENWASHING: THE DIRECTIVE TO EMPOWER CONSUMERS FOR THE GREEN TRANSITION AND THE GREEN CLAIMS DIRECTIVE
We will shed light on the Empowering Consumers for the Green Transition and the Green Claims Directive. Hear from experts and stakeholders what is coming and how to be best prepared.
Registrations are possible via this link. An overview of the webinar series can be found here. If you are interested in the recordings of the session, please contact info@gruener-knopf.de or mail@textilbuendnis.com.
The Empowering Consumers for a Green Transition Directive aims at equipping consumers with the knowledge of how to contribute to the green transition. Among other things, it targets generic environmental claims such as eco-friendly, green or climate neutral. On 19/09/2023, the European Parliament (EP) and the Council reached a provisional agreement on the directive as part of the trilogue negotiations, which were thus concluded very quickly. The European Parliament plenary approved new EU rules on 17/01/2024.
The question of claims is tackled and operationalized more specifically in the Substantiating Green Claims Directive, which was published in March 2023 by the EU Commission. Currently, there is no comprehensive EU framework to tackle false or misleading environmental claims. The objective is to combat greenwashing, make green claims reliable and verifiable across the EU and thereby help consumers to make better informed and sustainable purchasing decisions.
In addition, the proposed directive addresses the jungle of environmental labelling schemes by putting a stop to new public labelling schemes. Any new private labelling schemes must prove that they are of added value compared to existing labels.
Webinar-Series: Europe’s Green Transition in the Textile Sector
Hinweis: Diese Webinarreihe findet auf Englisch statt
Join the Partnership for Sustainable Textiles, the Green Button and FABRIC for the fifth session of our six-months webinar series to learn more about the EU’s Textile Strategy and how it will affect the textile and garment sector. Hear from experts and stakeholders about what’s coming and how to be best prepared.
In the session on 28th February, 10am – 11:30 am CET, we will take a closer look at the current proposal on a future without modern slavery together with our experts:
- Anna Cavazzini (MEP The Greens/EFA)
- Libby Annat (Due Diligence Design)
- Clemence Aron (Mekong Club)
Registrations are possible via this link. An overview of the upcoming webinar sessions can be found here.
In September 2022, the European Commission proposed a “Regulation to prohibit products made using forced labour on the European Union internal market” and underlined the EU’s efforts to ban all products made under such conditions - including child labour – for domestic consumption, export and import. After the European Parliament adopted its negotiating position in November 2023, the Council of the EU followed in January 2024 and paved the way for the interinstitutional negotiations (“Trialogue”) to begin.
In this seminar, we will dive into the proposed regulation and highlight its impact on the textile sector. We will particularly explore how brands can prepare for the regulation and identify strategies and tools to identify, address and mitigate risks associated with forced labour in supply chains.
Six-month webinar series
You want to know more about the legislative framework under the EU Green Deal and how it could initiate change and affect your business? Join us for a series of six webinars on upcoming legislation under the EU Green Deal and the EU Textile Strategy!
The webinar series will provide you with:
- an introduction to the wider EU policy landscape and how upcoming legislations relate to international obligations
- a deep dive into specific legislative initiatives that will transform the textile and apparel sector in the coming years
- a better understanding of how these initiatives will likely impact companies and global supply chains.
Please click here for more information on the series and registration.
