Prüfsystem

So wird der Grüne Knopf überprüft

Grüner-Knopf-Prüfungen und ihre Vergleichbarkeit

Der Grüne Knopf steht für die glaubwürdige und unabhängige Prüfung seiner Anforderungen: Unternehmen müssen nachweisen, dass sie Verantwortung für Menschenrechte und Umwelt in ihren Lieferketten übernehmen. Doch wie wird sichergestellt, dass die Prüfungen des Grünen Knopfs höchsten Anforderungen genügen? Hier setzt das umfassende Prüfsystem an.  

Der Grüne Knopf wird nach klar definierten Verfahren geprüft, die im Zertifizierungsprogramm festgelegt sind. Unabhängige Prüfstellen prüfen anhand dieser Verfahren, ob ein Unternehmen die Anforderungen an die unternehmerischen Sorgfaltsprozesse des Grünen Knopfs erfüllt. Für den Grünen Knopf gibt es vier Prüfstellen - Control Union, DINCertco, Hohenstein Laboratories und TÜV Nord - die aktuell bei der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) für den Grünen Knopf akkreditiert sind. Damit diese Prüfungen zuverlässig und unabhängig sind, werden die Prüfer*innen regelmäßig kontrolliert und beaufsichtigt.  

Grüner-Knopf-Prüfungen bei Unternehmen

Das Grüner-Knopf-Zertifizierungsprogramm legt klare Anforderungen und einen transparenten Prüfprozess fest.  

Bevor ein Unternehmen nach dem Grüner-Knopf-Standard geprüft wird, werden vor der Prüfung alle relevanten Unternehmensdokumente eingesehen, um zu verstehen, wie das Unternehmen seine Sorgfaltspflichten erfüllt. Anschließend werden in einem persönlichen Treffen - in der Regel vor Ort am Hauptsitz des Unternehmens - offene Fragen geklärt und die Details des Sorgfaltspflichtensystems überprüft. Nach der Prüfung erhält das Unternehmen einen ausführlichen Bericht, der die Ergebnisse zu jedem Indikator des Grüner-Knopf-Standards zusammenfasst. Wenn es Mängel gibt, muss das Unternehmen diese beheben und sich gegebenenfalls einer Nachprüfung unterziehen, bevor es ein Grüner-Knopf-Zertifikat erhält. Dieses Zertifikat ist drei Jahre lang gültig, sofern jedes Jahr Kontrollprüfungen stattfinden. Nach Ablauf des Zertifikats muss sich das Unternehmen einer umfassenden Rezertifizierung unterziehen. So wird sichergestellt, dass nachhaltiges Handeln der Unternehmen auch dauerhaft umgesetzt wird. 

Sicherstellung der Vergleichbarkeit der Prüfungen

Damit die Vergleichbarkeit der Grüner-Knopf-Prüfungen bei Unternehmen gewährleistet werden kann, wird auch die Arbeit der Prüfstellen genau überwacht. Hierfür gibt es drei Kontrollmechanismen: Qualifizierung, nationale Akkreditierung und Integritätsprogramm.  

Qualifizierung

Nur Prüfer*innen mit Erfahrungen in Bereichen, die für unternehmerische Sorgfaltspflichten relevanten sind, werden für das Qualifizierungsprogramm des Grünen Knopfs zugelassen. Nach erfolgreicher Absolvierung des Programms sind sie berechtigt, Grüner-Knopf-Prüfungen durchzuführen. 

Im Rahmen der Qualifizierung müssen sie eine rund achtstündige Online-Schulung erfolgreich absolvieren. Darauf folgt eine fünftägige Grüner-Knopf-Schulung, die mit einem Abschlusstest endet. Nach dem erfolgreichen Absolvieren des Tests erhalten die Prüfer*innen schließlich eine Zulassung. So stellt der Grüne Knopf sicher, dass nur Prüfer*innen den Grünen Knopf prüfen, die das Konzept der unternehmerischen Sorgfaltspflichten im Textilsektor verstehen und in Übungen erfolgreich angewendet haben. 

Auch nach der Zulassung nehmen die Prüfer*innen an vier Terminen im Jahr teil, um zu aktuellen Entwicklungen des Grünen Knopfs informiert und fortlaufend geschult zu werden. Dies fördert die einheitliche und aktuelle Anwendung des Grüner-Knopf-Standards. Bei neuen Standard-Versionen des Grünen Knopfs gibt es eine Umstellungsschulung, die von den aktiven Prüfer*innen erfolgreich absolviert werden muss.

Nationale Akkreditierung

Alle Prüfstellen, die Unternehmen nach dem Grünen-Knopf-Standard prüfen, müssen eine Akkreditierung – also eine Art offizielle Zulassung – bei der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) beantragen. Aktuell sind vier Prüfstellen für den Grünen Knopf akkreditiert: Control Union, DINCertco, Hohenstein Laboratories und TÜV Nord. Die DAkkS ist von staatlicher Seite damit beauftragt, die Prüfstellen umfassend zu beugtachten und zuzulassen. Als „Prüferin der Prüfstellen“ stellt sie sicher, dass die Zertifizierungsstellen, die für den Grünen Knopf tätig sind, unabhängig arbeiten und verlässliche Ergebnisse liefern. Dadurch können Verbraucher*innen sicher sein: Unabhängig davon, welche Prüfstelle ein Unternehmen überprüft, die Ergebnisse sind stets vergleichbar und vertrauenswürdig.  

Integritätsprogramm

Damit sichergestellt wird, dass die Prüfer*innen den Standard verstehen und die im Zertifizierungsprogramm vorgeschriebene Verfahren befolgen, werden ihre durchgeführten Prüfungen regelmäßig begleitet und ihre Prüfberichte analysiert. Das Prüfpersonal erhält umfassendes Feedback, um die Qualität der Prüfungen kontinuierlich zu verbessern. Wenn jedoch wiederholt Fehler auftreten oder der Grüner-Knopf-Standard dauerhaft nicht verstanden wird, kann einzelnen Prüfer*innen die Zulassung aberkannt werden. 

Diese regelmäßigen Einblicke in die Prüfpraxis des Grünen Knopfs sorgen dafür, dass die Anwendung des Standards eng begleitet wird – die Grundlage für einen integren Standard.  

Hinweisgebersystem

Darüber hinaus gibt es ein Hinweisgebersystem, über das Hinweise zum Grünen Knopf gemeldet werden können – auch solche werden sorgfältig geprüft und führen je nach Verlauf zu Maßnahmen bei den betroffenen Akteuren.  

Zentrale Dokumente zum Download

Der Standard Grüner Knopf

Alle Dokumente können Sie hier gebündelt als Ordner herunterladen. Dieser umfasst sowohl die relevanten Standarddokumente zum Grünen Knopf 1.0 als auch zum Grünen Knopf 2.0.

zum Download

Das Grüner-Knopf-Zertifizierungsprogramm

Dieses Dokument bildet die normative Grundlage für das Grüner-Knopf-Prüfsystem.

Grüner Knopf Informationspaket

In diesem umfassenden Informationspaket haben wir alle relevanten Details rund um das Siegel, die Anforderungen, unsere Kommunikationsmaßnahmen sowie die Kosten zusammengestellt.