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Stellungnahme des BMZ zum Bericht von Femnet und Public Eye

Berlin,

Die Stellungnahme des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zum Bericht der Nichtregierungsorganisationen Femnet und Public Eye „Hält der Grüne Knopf was er verspricht?" können Sie über den PDF-Button downloaden. 

 

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Minister Müller begrüßt erste Grüner Knopf-Zertifizierung im Ausland

Berlin,

Das staatliche Textilsiegel Grüner Knopf gewinnt auch international an Bedeutung: Mit dem dänischen Bettwäsche-Hersteller Beirholm Væverier (Væverier = Weberei) wurde das erste Unternehmen im Ausland erfolgreich geprüft. Seit seiner Einführung im September 2019 erfüllen 59 Unternehmen und ihre Produkte die anspruchsvollen sozialen und ökologischen Anforderungen des Grünen Knopfs.

Entwicklungsminister Gerd Müller: "Nachhaltigkeit liegt mehr denn je im Trend. Ich freue mich, dass mit Beirholm ein dänisches Unternehmen mitmacht. Der Grüne Knopf ist ein internationales Siegel. Weitere internationale Unternehmen sind derzeit im Prüfprozess."

Beirholm stellt nachhaltige Textilien für Hotels und Krankenhäuser her. Solche Anbieter brauchen wir. Denn immer mehr öffentliche und private Beschaffer setzen auf Nachhaltigkeit. Der Freistaat Bayern plant beispielsweise, künftig nur Textilien zu beschaffen, die mit Siegeln wie dem Grünen Knopf ausgezeichnet sind. Auch die Caritas und die Diakonie setzen auf nachhaltige Textilbeschaffung. Allein für deren 2,2 Millionen Betten in den 56.000 Einrichtungen werden riesige Mengen an Textilien benötigt. Gerade in der Corona-Krise kommt es auf Solidarität und Verantwortung an – auch gegenüber den Menschen, die unsere Kleidung herstellen. Denn nachhaltige Lieferketten sind die globale soziale Frage des 21. Jahrhunderts."

Peter Beirholm, CEO von Beirholm: "Nachhaltigkeit kennt keine Grenzen. Als erstes Unternehmen außerhalb Deutschlands mit dem Grünen Knopf ausgezeichnet zu werden, macht uns stolz. Denn der Grüne Knopf bietet einen ganzheitlichen Ansatz für Nachhaltigkeit und schafft als staatliches Siegel Vertrauen und Orientierung. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit dem Grünen Knopf die Nachhaltigkeit innerhalb unserer Branche weiter zu stärken und den Grünen Knopf über die deutschen Grenzen hinaus noch bekannter zu machen."

Das 2019 eingeführte staatliche Textilsiegel Grüner Knopf bietet Verbraucherinnen und Verbrauchern verlässliche Orientierung beim Kauf nachhaltig hergestellter Textilien. Insgesamt müssen 46 anspruchsvolle Sozial- und Umweltstandards eingehalten werden, was von unabhängigen Prüfstellen überwacht wird – von A wie Abwassergrenzwerte bis Z wie Zwangsarbeiterverbot. Das Besondere am Grünen Knopf: Er ist mehr als ein klassisches Produktsiegel. Der Grüne Knopf ist das erste Siegel, das auch systematisch prüft, ob das gesamte Unternehmen seinen Sorgfaltspflichten nachkommt: Kennt es die Risiken in seiner Lieferkette? Schafft es Abhilfe? Gibt es Beschwerdemöglichkeiten für die Näherin? Einzelne Vorzeigeprodukte reichen nicht aus. Das gesamte Unternehmen muss sich auf den Weg machen. Viele Unternehmen, die ihre Produkte mit dem Grünen Knopf zertifizieren wollen, müssen sich weiterentwickeln, um die anspruchsvollen Anforderungen zu erfüllen.

Der Grüne Knopf ist von Beginn als internationales Siegel konzipiert – er entspricht EU- und WTO-Recht, die Prüfungen finden auf Grundlage harmonisierter internationaler Normen statt. Zudem ist er beim Amt der Europäischen Union für Geistiges Eigentum als Unionsgewährleistungsmarke angemeldet.
Nach nur einem Jahr hat sich der Grüne Knopf am Markt etabliert – trotz Corona-Krise, die die Textilwirtschaft besonders betroffen hat:

  • ​Im ersten Halbjahr 2020 wurden 50 Millionen Textilien mit dem Grünen Knopf verkauft, davon 35 Millionen Kleidungsstücke. Das sind zwischen 1,5 und 3 Prozent Marktanteil – eine solide Entwicklung mitten in der Corona-Krise.
  • Mittlerweile kann man sich für jeden Geldbeutel und "von Kopf bis Fuß" mit Grüner Knopf-Produkten einkleiden – es gibt Mützen, T-Shirts, Sneakers oder auch Bettwäsche, Rücksäcke und sogar Zelte.
  • Ein Drittel der Deutschen kennt den Grünen Knopf. Sie befürworten ganz klar ein staatliches Siegel der Bundesregierung zur Überprüfung sozialer und ökologischer Standards.
  • Eine unabhängige Marktbefragung der GfK kommt zu dem Ergebnis: der Grüne Knopf ist auf dem besten Weg, eine Erfolgsgeschichte zu werden.

Über Beirholm Væverier

Beirholm ist ein familiengeführtes dänisches Textil-Unternehmen mit Sitz in Kolding, das 2020 sein 150-jähriges Jubiläum feierte. Beirholm entwickelt und vertreibt Hochleistungstextilien für Hotels, Restaurants, Pflegeheime und Krankenhäuser, mit einem Fokus auf die europäische Textildienstleistungsbranche. Dabei setzt Beirholm auf Transparenz, nachhaltiges Engagement und hohe soziale Standards entlang der ganzen Textil-Lieferkette.

(Quelle: http://www.bmz.de/20210107-1)

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Ein Jahr staatliches Textilsiegel "Grüner Knopf"

Berlin,

Vor einem Jahr hat Bundesentwicklungsminister Gerd Müller mit 27 Vorreiter-Unternehmen das staatliche Textilsiegel Grüner Knopf eingeführt. Das Siegel gibt eine klare Orientierung beim Kauf sozial und ökologisch hergestellter Textilien. Mittlerweile machen 52 Unternehmen mit, darunter anerkannte Nachhaltigkeits-Pioniere der ersten Stunde, Sportlabel, Familienbetriebe und Mittelständler und auch große internationale Einzelhändler.

Minister Müller: "Trotz einer schwierigen wirtschaftlichen Lage hat sich der Grüne Knopf am Markt etabliert. Ich freue mich, dass mittlerweile 52 Unternehmen mitmachen. Das ist eine Verdoppelung im ersten Jahr, obwohl die Textilbranche von der Coronakrise besonders betroffen ist. Mittlerweile kann man sich von 'Kopf bis Fuß' mit Grüner-Knopf-Produkten einkleiden – von Mützen, über T-Shirts bis zu Sneakern. Auch Bettwäsche, Rucksäcke oder Zelte tragen das Siegel. Den Grünen Knopf gibt es für jeden Geschmack und auch für jeden Geldbeutel. Denn nachhaltige Mode muss nicht automatisch teuer sein."

Eine repräsentative Studie des Marktforschungsinstituts GfK kommt zu dem Ergebnis: "Der Grüne Knopf ist auf dem besten Wege zu einer Erfolgsgeschichte". Rund ein Drittel der Deutschen kennen ihn – nach einem Jahr ein im Vergleich zu anderen Nachhaltigkeitssiegeln sehr guter Wert. Und nahezu alle Befragten befürworten ein staatliches Siegel zur Überprüfung sozialer und ökologischer Standards. Die Menschen wissen auch, wofür der Grüne Knopf steht: wie das Verbot von Kinderarbeit und gefährlichen Chemikalien oder Zahlung von Mindestlöhnen.

Dieses Vertrauen spiegelt sich auch an der Ladentheke wider: Allein im wirtschaftlich schweren ersten Halbjahr 2020 wurden mehr als 50 Millionen Textilien mit dem Grünen Knopf verkauft. Davon rund 35 Millionen Kleidungsstücke. Das entspricht hochgerechnet einem Marktanteil des Grünen Knopfs zwischen 1,5 und drei Prozent. Zur Einordnung: Das deutsche Bio-Siegel lag in dem ersten Jahr nach Einführung bei zwei Prozent Marktanteil und hat nach sieben Jahren einen Marktanteil von 3,5 Prozent erreicht.

Müller weiter: "Der Grüne Knopf ist mehr als ein Textilsiegel – er ist unser Zeichen für Verantwortung. Wir brauchen einen grundlegenden Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit in globalen Lieferketten. Denn am Anfang vieler unserer Produkte stehen Menschen, die bislang kaum von ihrer Arbeit leben können. Noch immer müssen 75 Millionen Kinder weltweit unter ausbeuterischen Bedingungen schuften – auch für unsere Produkte. Immer mehr Kunden wollen das nicht länger hinnehmen und fordern, dass in der Produktion grundlegende Mindeststandards eingehalten werden. Die Unternehmen beim Grünen Knopf erfüllen dies bereits. Und so ist der Grüne Knopf nach einem Jahr auch eine Blaupause für ein branchenübergreifendes Lieferkettengesetz. Denn das Siegel zeigt: Es geht. Selbst kleine Start-ups schaffen das."

Jetzt setzen auch die Diakonie Deutschland und der Deutsche Caritasverband auf nachhaltige Textilien. Zusammen sind sie die größten Textilbeschaffer in Deutschland – außerhalb der öffentlichen Hand. Allein für die 2,2 Millionen Betten und Plätze in den 56.000 Einrichtungen werden riesige Mengen an Bettwäsche benötigt. Am ersten Jahrestag des Grünen Knopfs, dem 9.9.2020, unterzeichnen Bundesminister Gerd Müller und der Präsident der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie, sowie der Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes, Hans Jörg Millies, eine entsprechende Vereinbarung.

Müller: "Ich freue mich, dass die Diakonie und der Caritasverband auf den Grünen Knopf setzen. Private und öffentliche Einrichtungen können viel zu fairen Lieferketten beitragen, wenn sie konsequent nachhaltig beschaffen. Der Gedanke der christlichen Nächstenliebe gilt auch für die Menschen am Anfang der Lieferkette, wie etwa die Näherinnen in Bangladesch, die unsere Kleidung in Akkordarbeit nähen."

(Quelle: http://www.bmz.de/20200909-1)

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Minister Müller begrüßt Entscheidung des Freistaats Bayern zu nachhaltigen Textilien

Berlin,

Berlin – Der Freistaat Bayern und seine Unternehmen sollen künftig nur noch Textilien beschaffen, die nachhaltig hergestellt und mit Siegeln wie dem Grünen Knopf ausgezeichnet sind.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller zu dem nun vom Wirtschaftsausschuss des Bayerischen Landtags beschlossenen Antrag:

"Der Freistaat Bayern zeigt in der Corona-Krise internationale Solidarität. Ich freue mich sehr, dass Bayern vorangeht und bei der Textilbeschaffung auf Nachhaltigkeit setzt. Nur so kommt unsere Solidarität auch bei den Menschen an, die sie am dringendsten benötigen – die Näherinnen und die Färber in den Produktionsländern unserer Textilien. Der Grüne Knopf steht für hohe soziale und ökologische Mindeststandards. Er macht Verantwortung sichtbar – für Verbraucher und auch für die Beschaffungsstellen. Ich wünsche mir, dass viele bayerische Kommunen, öffentliche Einrichtungen wie Krankenhäuser und auch Unternehmen diesem Beispiel folgen."

Viele Unternehmen, aber auch Kliniken setzen bereits auf den Grünen Knopf. So bietet das traditionsreiche Bamberger Unternehmen Greiff Mode mit dem Grünen Knopf zertifizierte Berufskleidung an. Das größte Universitätsklinikum Norddeutschlands, das Klinikum Schleswig-Holstein in Lübeck, bezieht zertifizierte Bettwäsche. Und vor wenigen Tagen hat auch die Hotelkette Dorint angekündigt, ihre Textilien auf den Grünen Knopf umzustellen.

Der Grüne Knopf ist das staatliche Siegel für nachhaltige Textilien. 46 anspruchsvolle Sozial- und Umweltkriterien müssen eingehalten werden – von A wie Abwassergrenzwerte bis Z wie Zwangsarbeitsverbot. Das Besondere: Neben dem einzelnen T-Shirt oder Textilien wird immer auch das gesamte Unternehmen überprüft. Einzelne Vorzeige-Produkte reichen nicht aus. Das gesamte Unternehmen muss nachhaltig handeln. Seit der Einführung des Siegels 2019 haben bereits 40 Unternehmen die Prüfungen durchlaufen und bieten Produkte mit dem Grünen Knopf an – von Schuhen und modischer Bekleidung, über Bettwäsche und Handtücher, bis hin zu Rucksäcken und Zelten.

(Quelle: http://www.bmz.de/20200703-1)

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Dorint stellt als erste Hotelkette in Deutschland auf nachhaltige Textilien mit dem Grünen Knopf um

Köln/Hamburg/Berlin,

Die deutsche Hotelgruppe Dorint stellt auf sozial und ökologisch nachhaltig produzierte Textilien um. Angefangen mit Alltagsmasken für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Küchenschürzen, geht es künftig weiter mit der Bettwäsche für die über 10.000 Hotelzimmer und die Kleidung für die 4.500 Angestellten. Minister Müller begrüßt den nachhaltigen Weg und besuchte ein Dorint-Hotel in Hamburg-Eppendorf. Im vergangenen September hatte der Entwicklungsminister das neue Textilsiegel Grüner Knopf eingeführt.

Entwicklungsminister Gerd Müller: "Ich freue mich sehr, dass Dorint vorangeht und auf nachhaltige Textilien mit dem Grünen Knopf setzt. Das ist gut für die Umwelt und für die Menschen. Denn gerade in Krisenzeiten kommt es auf Solidarität und Verantwortung an – auch für die Arbeiterinnen und Arbeiter am Anfang unserer Lieferketten. Wir tragen Masken in Hotels und Geschäften, weil wir uns umeinander sorgen. Das gleiche muss auch für die Menschen gelten, die unsere Kleidung herstellen. Nachhaltigkeit muss Standard werden. Dorint zeigt: Es geht."

Dirk Iserlohe, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Dorint-Hotelgruppe: "Nicht nur über Nachhaltigkeit sprechen, sondern diese auch bewusst leben. Deshalb haben wir im Rahmen der Neubeschaffung unserer Arbeitskleidung und den notwendigen Textilien angefangen, neu zu denken."

Mit der Umstellung auf nachhaltige Textilien setzt die Hotelgruppe Dorint ihr soziales Engagement weiter fort und übernimmt einmal mehr ökologische Verantwortung.

 

Hintergrund

Über KAYA&KATO GmbH

Hersteller der Berufsbekleidung und Textilien für Dorint ist das Kölner Unternehmen KAYA&KATO. Die KAYA&KATO GmbH gehört zu den ersten Unternehmen, die vom Bundesentwicklungsministerium mit dem Textilsiegel Grüner Knopf" im letzten September zertifiziert wurden.

 

Über den Grünen Knopf

Der "Grüne Knopf" ist das staatliche Siegel für nachhaltige Textilien. 46 anspruchsvolle Sozial- und Umweltkriterien müssen eingehalten werden – von A wie Abwassergrenzwerten bis Z wie Zwangsarbeitsverbot. Das Besondere: Neben dem einzelnen T-Shirt oder Textilien wird immer auch das gesamte Unternehmen überprüft. Einzelne Vorzeige-Produkte reichen nicht aus. Das gesamte Unternehmen muss nachhaltig handeln. Seit der Einführung des Siegels 2019 haben bereits 40 Unternehmen die Prüfungen durchlaufen und bieten Produkte mit dem Grünen Knopf an.

 

Über die Dorint Gruppe

Die Dorint Gruppe mit Sitz in Köln gehört zu den führenden Hotelgesellschaften in Deutschland. Das Traditions-Unternehmen gehört zur Holding HONESTIS AG und betreibt unter den Marken "Dorint Hotels & Resorts", "Hommage Luxury Hotels Collection" und "Essential by Dorint" heute über 60 Häuser – davon drei in der Schweiz und eins in Österreich. Im Konzern sind inzwischen über 4.500 Mitarbeiter beschäftigt. Am 25. September 2019 wurde die Marke "Dorint Hotels & Resorts" 60 Jahre alt.

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Textilsiegel Grüner Knopf: Expertenbeirat nimmt Arbeit auf

Berlin,

Berlin – Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller hat die Mitglieder des unabhängigen Expertenbeirats des Grünen Knopfs ernannt. Der Beirat berät das Bundesentwicklungsministerium bei der Weiterentwicklung des staatlichen Textilsiegels.

Müller: "Ich freue mich, dass wir ausgewiesene Expertinnen und Experten für den Beirat gewinnen konnten. Sie werden uns helfen, die Anforderung des Grünen Knopfs weiter auszubauen. Denn unser Ziel ist: Der Schutz von Mensch und Umwelt in der gesamten Lieferkette."

Der fünfköpfige Beirat ist ein unabhängiges Expertengremium. Ihm gehören folgende Personen an:

  • Prof. Stefanie Lorenzen, Professorin für Wirtschaftsrecht mit Schwerpunkt Arbeits- und Sozialrecht, Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR)
  • Philipp von Bremen, Leiter Geschäftsbereich Verbraucherpolitik, Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv)
  • Michael Windfuhr, Stellvertretender Direktor, Deutsches Institut für Menschenrechte
  • Dr. Raul Kirmes, Leiter Stabsbereich Geschäftsfeldentwicklung, Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS)
  • Achim Lohrie, Lohrie-Consulting, Nachhaltigkeitsexperte

Der Beirat wird sich unter anderem mit einer verbraucherfreundlichen Nachverfolgbarkeit der zertifizierten Produkte befassen. Außerdem soll der Grüne Knopf künftig weitere Produktionsschritte in der Lieferkette abdecken. Die Empfehlungen des Beirats werden öffentlich zugänglich sein.

Philipp von Bremen vom Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv): "Der Grüne Knopf soll die Suche nach sozial und ökologisch nachhaltig produzierter Kleidung erleichtern und Licht in den Siegeldschungel bei Textilien bringen. Damit die Verbraucher das Siegel aber auch annehmen, müssen die Vergabekriterien gut und transparent sein. Im Beirat werde ich mich genau dafür einsetzen."

Der Grüne Knopf wurde am 9. September 2019 von Bundesminister Dr. Gerd Müller ins Leben gerufen. Produkte von über 30 Unternehmen wurden bereits mit dem Grünen Knopf zertifiziert, darunter T-Shirts, Hosen und Schuhe aber auch Rucksäcke, Zelte oder Bettwäsche.

(Quelle: http://www.bmz.de/20200309-2)

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Größtes Universitätsklinikum Norddeutschlands stellt auf Bettwäsche mit Grünem Knopf um

Lübeck,

Lü­beck – Das Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Schles­wig-Hol­stein in Lü­beck wird künf­tig Bett­wä­sche be­zie­hen, die mit dem neu­en staat­li­chen Tex­til­sie­gel Grü­ner Knopf zer­ti­fi­ziert ist.

Dr. Gerd Mül­ler, Ent­wick­lungs­mi­nis­ter: „Ich freue mich sehr, dass das grö­ß­te Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Nord­deutsch­lands Ver­ant­wor­tung über­nimmt. Es ist ein Kli­ni­kum der Zu­kunft. Das zeigt sich nicht nur am Neu­bau und an mo­derns­ter Tech­nik, son­dern auch dar­an, dass bei der Bett­wä­sche auf Nach­hal­tig­keit ge­setzt wird. Es ist gro­ß­ar­tig, dass Lü­beck Tex­ti­li­en mit dem neu­en Sie­gel Grü­ner Knopf ver­wen­det. Da­mit ist der Grü­ne Knopf in der öf­fent­li­chen Be­schaf­fung an­ge­kom­men. Das ist ein wich­ti­ger Mei­len­stein. Schles­wig-Hol­stein geht mit gu­tem Bei­spiel für den Bund und an­de­re Län­der und Kom­mu­nen vor­an. Auch an­de­re Kli­ni­ken und Wohl­fahrts­or­ga­ni­sa­tio­nen müs­sen jetzt mit ei­ner nach­hal­ti­gen Be­schaf­fung Ver­ant­wor­tung über­neh­men. Denn da­mit sor­gen wir da­für, dass die Men­schen am An­fang der Lie­fer­ket­ten in Ent­wick­lungs­län­dern von ih­rer Ar­beit le­ben kön­nen und die Um­welt ge­schützt wird.“

Ent­wick­lungs­mi­nis­ter Mül­ler hat­te das staat­li­che Sie­gel für so­zi­al und öko­lo­gisch nach­hal­tig her­ge­stell­te Tex­ti­li­en Grü­ner Knopf An­fang Sep­tem­ber 2019 vor­ge­stellt.

Her­stel­ler der Tex­ti­li­en ist das Bo­chol­ter Un­ter­neh­men Di­bel­la, das sich auf Tex­ti­li­en für Ho­tel­le­rie, Gas­tro­no­mie und Ge­sund­heits­we­sen spe­zia­li­siert hat.

Mül­ler: „Di­bel­la ist ein Nach­hal­tig­keits-Vor­rei­ter. Es ist ei­nes der ers­ten Un­ter­neh­men, das Tex­ti­li­en mit dem Grü­nen Knopf an­bie­tet. Di­bel­la en­ga­giert sich aber auch seit Jah­ren im Bünd­nis für nach­hal­ti­ge Tex­ti­li­en und setzt dort Jahr für Jahr kon­kre­te Schrit­te um, um die Ar­beits- und Um­welt­be­din­gun­gen in der Tex­til-Lie­fer­ket­te zu ver­bes­sern.“

Ralf Hell­mann, Ge­schäfts­füh­rer Di­bel­la: „Wir tei­len die Vi­si­on von Ent­wick­lungs­mi­nis­ter Mül­ler für mehr Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein beim Tex­til­ein­kauf. Des­we­gen ha­ben wir uns von An­fang an für die­ses Ziel en­ga­giert. Mit dem Grü­nen Knopf und der Um­set­zung des ers­ten nach­hal­ti­gen Be­schaf­fungs­pro­jekts in ei­ner öf­fent­li­chen In­sti­tu­ti­on ist aus die­ser Vi­si­on nun Wirk­lich­keit ge­wor­den. Wir sind stolz, dass wir ge­mein­sam mit un­se­rem lang­jäh­ri­gen Kun­den Sitex an die­ser wich­ti­gen Auf­ga­be teil­ha­ben.“

Um mit dem Grü­nen Knopf aus­ge­zeich­net zu wer­den, müs­sen 46 an­spruchs­vol­le so­zia­le und öko­no­mi­sche Kri­te­ri­en er­füllt wer­den – von A wie Ab­was­ser­grenz­wer­te bis Z wie Zwangs­ar­beits­ver­bot. Das Be­son­de­re am Grü­nen Knopf: Ne­ben dem Pro­dukt wird im­mer auch das Un­ter­neh­men als Gan­zes über­prüft. Legt es Lie­fe­ran­ten of­fen? Gibt es Be­schwer­de­mög­lich­kei­ten für die Nä­he­rin­nen vor Ort? Schafft es Miss­stän­de ab?

Be­reits 27 Un­ter­neh­men ma­chen beim Grü­nen Knopf mit. Über 100 wei­te­re ha­ben In­ter­es­se am Grü­nen Knopf und wer­den in den nächs­ten Mo­na­ten ge­prüft.

(Quelle: http://www.bmz.de/20191108-1)

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Minister Müller: Mit Bangladesch für Fortschritte in der Textilbranche

Berlin,

Pres­se­mit­tei­lung vom 19.10.2019 | Deutsch­land ver­stärkt sei­ne Part­ner­schaft mit Ban­gla­desch, um die Ar­beits­be­din­gun­gen in der Tex­til­bran­che zu ver­bes­sern. So wird die Zu­sam­men­ar­beit mit dem na­tio­na­len Ver­band der Tex­til­pro­du­zen­ten und -ex­por­teu­re (BGMEA) bei der Wei­ter­ent­wick­lung des "Grü­nen Knopfs" aus­ge­baut. Das ist das Er­geb­nis ei­nes Ge­sprächs zwi­schen Ent­wick­lungs­mi­nis­ter Gerd Mül­ler und dem Au­ßen­mi­nis­ter von Ban­gla­desch, Abul Ka­lam Ab­dul Mo­men.

Mi­nis­ter Mül­ler: „Die Tex­til­in­dus­trie ist die Le­bens­ader von Ban­gla­desch. Viel zu oft ge­fähr­det sie aber das Le­ben der Nä­he­rin­nen. Als Ver­brau­cher in Eu­ro­pa tra­gen auch wir Ver­ant­wor­tung für die Nä­he­rin­nen. Der Grü­ne Knopf hilft da­bei, denn er ist das Zei­chen für nach­hal­tig pro­du­zier­te Tex­ti­li­en. Aber auch die Re­gie­run­gen müs­sen ih­ren Teil bei­tra­gen. Es ist des­halb wich­tig, dass Ban­gla­desch Ver­bes­se­run­gen durch­ge­setzt hat, wie die Er­hö­hung des Min­dest­lohns in der Tex­til­bran­che. Auf die­sem Weg muss es wei­ter vor­an­ge­hen, auch für Ver­bes­se­run­gen beim Brand­schutz. Deutsch­land bie­tet da­bei sei­ne Un­ter­stüt­zung an.“

Nach dem Ein­sturz der Tex­til­fa­brik Ra­na Pla­za 2013 wur­de der Ac­cord on Fire and Build­ing Safety in Bangladesh (AC­CORD) ge­grün­det. Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für wirt­schaft­li­che Zu­sam­men­ar­beit und Ent­wick­lung (BMZ) un­ter­stützt des­sen Zie­le mit sie­ben Mil­lio­nen Eu­ro, da­mit In­ves­ti­tio­nen in Si­cher­heits­maß­nah­men ge­för­dert wer­den kön­nen. Zu­dem hat das BMZ zu­sam­men mit der In­ter­na­tio­na­len Ar­beits­or­ga­ni­sa­ti­on (ILO) 300 Ar­beits­in­spek­to­ren aus­ge­bil­det, um die staat­li­che Auf­sicht über Tex­til­fa­bri­ken zu ver­bes­sern.

(Quelle: http://www.bmz.de/20191019-1)

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Minister Gerd Müller stellt staatliches Textilsiegel „Grüner Knopf“ vor

Berlin,

Berlin – Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller hat heute das staatliche Textilsiegel Grüner Knopf vorgestellt. Zum Start machen 27 Unternehmen mit. Sie haben alle die anspruchsvollen Anforderungen des Textilsiegels erfolgreich bestanden. 26 weitere Unternehmen sind derzeit im Prüfprozess.

Minister Müller: „Die Globalisierung hat im 19. Jahrhundert in der Textilwirtschaft begonnen. Nun muss auch gerechte Globalisierung in der Textilwirtschaft anfangen. Mit dem Grünen Knopf setzen wir jetzt einen hohen Standard und zeigen: Faire Lieferketten sind möglich. Ab heute kann das keiner mehr in Frage stellen. Das beweisen alle Unternehmen, die mitmachen.“

Minister Müller: „Das ist das Besondere am Grünen Knopf: Das gesamte Unternehmen wird kontrolliert. Einzelne Vorzeigeprodukte reichen alleine nicht aus. In dieser Tiefe prüft sonst keiner.“

Zum Start deckt der Grüne Knopf die beiden wichtigsten Arbeitsschritte "Nähen" und "Färben" ab: Hier laufen alle der 100 Milliarden Kleidungsstücke weltweit durch. Hier arbeiten 75 Millionen Menschen. Und der Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza erfolgte bei diesem Arbeitsschritt.

In den kommenden Jahren wird der Grüne Knopf auf weitere Produktionsschritte wie den Baumwollanbau ausgeweitet. Auch die Sozial- und Umweltkriterien werden kontinuierlich weiterentwickeln, z.B. hin zu existenzsichernden Löhnen. Ein Beirat aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft unterstützt dies.

Minister Müller: „Fair Fashion ist ein Mega-Trend. Für drei Viertel der Verbraucher ist faire Kleidung wichtig. Doch bisher fehlt die Orientierung. Mit dem Grünen Knopf ändert sich das. Mit jeder Kaufentscheidung können wir jetzt einen Beitrag leisten: Für eine gerechte Globalisierung, bei der Mensch und Natur nicht für unseren Konsum ausgebeutet werden. Für Menschlichkeit und Humanität.“

 

Diese Unternehmen sind dabei:

27 Unternehmen machen bereits mit, darunter Start-Ups, Mittelständler, anerkannte NachhaltigkeitsVorreiter und großen Unternehmen: Alma & Lovis, Aldi Nord, Aldi Süd, Brands Fashion, CharLe, Derbe, Dibella, Engel, Feuervogl, Hans Natur, hessnatur, Hopp, Kaufland, Kaya&Kato, Lidl, Manomama, Melawear, Millitomm, Modespitze Plauen, Phyne, Posseimo, Rewe Group, Schweickardt Moden, Tchibo, Trigema, Vaude, 3 Freunde.

26 weitere Unternehmen sind derzeit im Prüfprozess, unter anderem Hugo Boss, die Otto-Group und auch kleinere Unternehmen wie Socks4Fun.

 

Stimmen zum Grünen Knopf:

Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale Bundesverband: „Der Grüne Knopf hat das Potenzial Verbraucherinnen und Verbrauchern eine bessere Orientierung im Siegeldschungel zu geben. Ob er die hohen Erwartungen erfüllt und bei Verbrauchern ankommt, hängt entscheidend von einer ehrlichen Kommunikation bei der Einführung des Siegels ab.“

Barbara Meier, Textilbotschafterin und Germany’s Next Top-Model: „Wir sollten nie unterschätzen, welche Macht wir als Konsumenten haben. Am Ende des Tages richtet sich eine ganze Branche auch nach unseren Wünschen und Bedürfnissen.“

Ralf Scheller, Vorstand TÜV Rheinland: „Mit dem Grünen Knopf setzt die Bundesregierung ein sehr wichtiges Zeichen. Der Grüne Knopf ist ein Schritt in Richtung Nachhaltigkeit, dem weitere Industriezweige folgen können.“

Ulrich Lilie, Präsident Diakonie Deutschland: „Als Diakonie begrüßen wir die Initiative des BMZ, denn wir wollen uns künftig stärker zum Thema „Nachhaltige Textilien" engagieren. Schließlich kommen in unseren Einrichtungen große Mengen an Bettwäsche, Handtücher und Berufskleidung zum Einsatz. Deshalb ist dies für die Diakonie ein hochrelevantes Thema.“

Thomas Linemayr, Vorsitzender der Geschäftsführung (CEO) Tchibo: „Wir begrüßen das Ziel des Grünen Knopfs, Konsumenten eine nachhaltigere Produktwahl möglichst einfach zu machen und die Unternehmen selbst auf ihr gesamtes Nachhaltigkeitsengagement zu überprüfen. Wir sind stolz darauf, beim Start dabei zu sein.“

Alexander Birken, CEO Otto Group: „Ich begrüße die Initiative von Minister Müller, den Verbraucherinnen und Verbrauchern mit dem Grünen Knopf mehr Orientierung beim Kauf nachhaltig und fair produzierter Textilien zu bieten. Die Otto Group unterstützt dieses Ziel aktiv und stellt sich mit ersten Konzerngesellschaften den Anforderungen der Zertifizierung.“

Rayk Mende, Geschäftsführer CSR Aldi Nord: „Mit dem Grünen Knopf geben wir unseren Kundinnen und Kunden eine zusätzliche Orientierung beim Einkauf.“

Wolfgang Grupp jr., Trigema: „Der Grüne Knopf ist für uns ein wichtiges Vertrauenssiegel. Eines das uns allen zeigt: Trigema ist die Marke mit Verantwortung.“

Jürgen Schweikardt, Inhaber Schweikardt Moden: „Der Grüne Knopf geht in die richtige Richtung, Herzlichen Glückwunsch!“

Antje von Dewitz, Geschäftsführerin Vaude: „Wir erleben, dass immer mehr Menschen mit gutem Gewissen Kleidung kaufen möchten. Der Grüne Knopf bietet ihnen eine klare Orientierung, indem er als staatliches Siegel ökologisch und fair produzierte Produkte kennzeichnet. Wir freuen uns, dass wir zum Start dabei sind und für 98 % der aktuellen VAUDE Bekleidung den Grünen Knopf erhalten.“

Andrea Ebinger, Geschäftsführerin hessnatur: „Wir begrüßen, dass das Thema Nachhaltigkeit in der Mode, das wir aus tiefster Überzeugung seit mehr als 40 Jahren praktizieren, jetzt vom BMZ und dem engagierten Team nach vorne gebracht wird. Im Grünen Knopf sehen wir das Potenzial, Vorreiter für mindestens europaweite Standards in der ökologischen und sozial fairen Textilproduktion zu sein.“

Dr. Raoul Kirmes, Deutsche Akkreditierungsstelle („Prüfer der Prüfer“): „Die Deutsche Akkreditierungsstelle unterstützt das staatliche Siegel Grüner Knopf. Dem Verbraucher wird ein verlässliches Erkennungszeichen für sozial und ökologisch nachhaltig produzierte Textilien angeboten, das einer staatlichen überwachten Kontrolle unterliegt. Die Einführung einer staatlichen Kontrolle über Zertifizierungsstellen für verbraucherrelevante Labels und Siegel war lange überfällig, denn der Verbraucher kann seine Kaufentscheidung nur dann auf Nachhaltigkeit ausrichten, wenn er den Versprechen der Siegel und Zertifikate auch vertrauen kann. Als global angelegtes System entspricht der Grüne Knopf weltweit harmonisierten ISO-Standards und damit dem EU und WTO-Recht. Dies ist insbesondere im Textilsektor, bei maximal globalisierten Lieferketten, unabdingbar.“

Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale Bundesverband: „Der Grüne Knopf geht trotz einiger Anfangsschwächen in die richtige Richtung und sollte meiner Meinung nach eine Chance bekommen, sich zu etablieren und weiterzuentwickeln. Diese Weiterentwicklung ist auch nötig, damit nicht nur das, was in den Textilfabriken und Färbereien geschieht, unter die Lupe genommen wird, sondern in der gesamten Lieferkette („vom Baumwollfeld bis zum Kleiderbügel“, wie Minister Müller häufig sagt)) nachweislich Umwelt-, Sozial- und Menschenrechtsstandards eingehalten werden. Auch das in der Präambel der Satzung verankerte Ziel, existenzsichernde Löhne anzustreben, muss in absehbarer Zeit in Angriff genommen werden.

Gut, dass sich das BMZ auch für ein Lieferkettengesetz stark macht! Der "Grüne Knopf" ist dazu kein Widerspruch, denn das BMZ hat klargestellt, dass die Kriterien für seine Vergabe immer deutlich über den gesetzlichen Bestimmungen liegen müssen.

Als staatliches Meta-Siegel ist der Grüne Knopf wichtig, weil es für Bund, Länder und Kommunen bald keine Ausrede mehr gibt, nur noch Textilien zu beschaffen (Uniformen, Kittel, Bettwäsche, Gardinen etc.), die diese Auszeichnung tragen. Auch für Konsumentinnen und Konsumenten kann er hilfreich sein, sich besser zurechtzufinden als im bisherigen „Siegel-Dschungel“.“

Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer Misereor: „Wir begrüßen, dass Minister Müller das Thema „Nachhaltige Mode“ mit dem Textilsiegel „Grüner Knopf“ weiter ins Bewusstsein der deutschen Öffentlichkeit bringt und damit zeigt, dass sich die Bedingungen in der Textilindustrie dringend zum Besseren ändern müssen.“

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Zitate zum Grünen Knopf – Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller

Berlin,

 „Der Grüne Knopf ist ein staatliches Siegel. Er zeichnet Textilien aus, die besonders anspruchsvolle Sozial- und Umweltstandards erfüllen.“

„Der Staat legt die Kriterien fest. Unabhängige Prüfer kontrollieren die Einhaltung. Das schafft Vertrauen.“

„Das Besondere am Grünen Knopf ist: Das gesamte Unternehmen wird überprüft. Einzelne Vorzeige-Produkte reichen nicht aus. In dieser Tiefe prüft sonst keiner.“

„Über 50 Unternehmen haben Interesse am Grünen Knopf. Die Nachfrage zeigt: Wir sind auf dem richtigen Weg.“

„Insgesamt müssen 46 anspruchsvolle Sozial- und Umweltkriterien eingehalten werden – von A wie Abwassergrenzwerte bis Z wie Zwangsarbeitsverbot. Auch das Verbot ausbeuterischer Kinderarbeit gehört dazu.“

„Die Tragödie des Fabrikeinsturzes von Rana Plaza mit über tausend toten Näherinnen darf sich nicht wiederholen.“

„Es freut mich, wenn immer mehr Menschen fragen: Wurde meine Kleidung fair produziert? Und sie von Unternehmen und Politikern fordern, dass Mode nachhaltig hergestellt wird. 16-Stunden-Schichten in stickigen Fabriken, kein Brandschutz, Kündigung bei Schwangerschaft, Einsatz gefährlicher Chemikalien und Hungerlöhne müssen endlich der Vergangenheit angehören.“

„Viele Unternehmen zeigen schon heute, dass nachhaltige Mode möglich ist. Deswegen lasse ich die Kritik nicht gelten, Unternehmen können die Bedingungen in den Produktionsstätten nicht kontrollieren. Selbst kleine Start-ups schaffen das. Gerade im Zeitalter der Digitalisierung.“

„Wer künftig sozial und ökologisch produzierte Mode kaufen möchte, kann auf den Grünen Knopf achten. Denn mit jedem Einkauf können wir Verbraucher mithelfen, Kinderarbeit zu beenden und die Umwelt zu schützen.“

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Jetzt anmelden und informieren: Online-Seminar für Unternehmen | 25.01.2021

Seit Beginn der Corona-Pandemie legen immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten großen Wert auf Nachhaltigkeit. Machen auch Sie Ihre Nachhaltigkeit sichtbar und lassen Sie Ihre Produkte mit dem Grünen Knopf, dem staatlichen Siegel für sozial und ökologisch nachhaltige Textilien, zertifizieren!

Das Besondere am Grünen Knopf: Neben dem Produkt wird auch geprüft, ob das Unternehmen seine Sorgfaltspflichten erfüllt. Damit bereitet der Grüne Knopf Unternehmen auch auf das kommende Sorgfaltspflichtengesetz vor. In unserem kostenlosen und unverbindlichen Webinar möchten wir Ihnen den Grünen Knopf näherbringen und Ihnen vorstellen, wie Sie Ihr Unternehmen effizient und unbürokratisch lizenzieren lassen können.

Wann: Montag, den 25. Januar 2021 | 15:00 bis 16:00 Uhr
Wo: Online (GoToWebinar)

Wir freuen uns auf Ihre Fragen!

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Grüner Knopf bei Neonyt on Air

Digital statt Präsenz - auf der Berlin Fashion Week ist in diesem Jahr alles anders.
Mit unserem Partner Neonyt haben wir trotzdem  ein spannendes Interview mit anschließender Fragerunde für Sie vorbereitet. Die aufgezeichneten Inhalte finden Sie hier:  

Due diligence – due tomorrow? presented by Grüner Knopf

Ein Interview mit Anosha Wahidi, Referatsleiterin für nachhaltige Lieferketten im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und Max Gilgenmann, Content Director Neonyt. Das Interview wird vom Grünen Knopf präsentiert und gibt Einblicke in die aktuelle (politische) Situation rund um das Bündnis für nachhaltige Textilien, das staatliche Siegel Grüner Knopf, das Bewertungsportal Siegelklarheit.de und vor allem das Sorgfaltspflichtengesetz, das derzeit in den Medien aber auch hinter verschlossenen Türen diskutiert wird.

In einer anschließenden Q&A-Session beantwortete Anosha Wahidi viele Fragen aus der Community zu aktuellen Themen rund um den Grünen Knopf. 

Weitere inspirierende Vorträge finden Sie hier: Instagram Neonyt on Air.

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Rückblick Nachhaltigkeitswochen in Düsseldorf 2020

Wie wollen wir in Zukunft leben? Was können Verbraucherinnen und Verbraucher tun, um selbst für mehr Nachhaltigkeit aktiv zu werden? 

Im Rahmen der Düsseldorfer Nachhaltigkeitswochen Anfang Dezember 2020 wurden für die Bereiche Textilien, Ernährung und Klima zahlreiche Aktionen angeboten, die bewusstes Einkaufs- oder Mobilitätsverhalten in den Mittelpunkt gestellt haben. Um auf die Thematik aufmerksam zu machen, stellte die Stadt gemeinsam mit Unternehmen und weiteren Unterstützerinnen und Unterstützern, trotz Covid-Beschränkungen, ein buntes Programm rund um den 13. Deutschen Nachhaltigkeitstag auf die Beine.

In der Fairtrade-Town Düsseldorf lassen sich nachhaltige Produkte nicht nur in 150 Super- und Drogeriemärtkten finden, sondern auch bei über 50 Einzelhändlern. Unter diesen befinden sich auch einige Textilunternehmen, in deren Geschäften es Mode mit dem Grünen Knopf zu entdecken gibt.

Bilder und Eindrücke finden Sie in diesem Video.

 

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Grüner Knopf 2.0: Beirat nimmt Stellung zum Entwurf der Unternehmenskriterien

In einer Beiratssitzung am 10. Dezember 2020 haben die Beiratsmitglieder unter Vorsitz von Michael Windfuhr (Stellvertretender Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte) den Kriterienentwurf zur Erfüllung unternehmerischer Sorgfaltspflichten diskutiert.

Die Stellungnahme des Beirats finden Sie hier zum Download. 

Die Rückmeldung des Beirats zu den Unternehmenskriterien bildet den Auftakt der öffentlichen Konsultation der Unternehmenskriterien für den Grünen Knopf 2.0. Alle Interessierten sind aufgefordert, sich an der Konsultation zu beteiligen. 

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Grüner Knopf Ausstellung am Berliner Hauptbahnhof

Anlässlich des Tages der Menschenrechte am 10. Dezember gestaltet der Grüne Knopf vom 10. bis zum 12. Dezember am Berliner Hauptbahnhof eine Ausstellungsfläche, die das Textilsiegel vorstellt und auf die Notwendigkeit nachhaltiger Lieferketten zum Schutz von Mensch und Natur hinweist. Neben Informationsmaterialien können auch Grüner Knopf zertifizierte Masken von Pendlerinnen und Pendlern mitgenommen werden. #VerantwortungTragen 

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Online-Event: Grüner Knopf und AMD Akademie geben Einblicke ins Thema "Nachhaltige Mode" im Rahmen der Jolie Campus Tour

Wir laden zur Jolie Campus Tour ein! Gemeinsam mit der AMD Akademie Mode & Design und Jolie haben wir ein Online-Event zum Thema “Nachhaltige Mode” organisiert.  

Am 8. Dezember gibt es von 13:00 Uhr bis 16:30 Uhr spannende Talks und Vorträge mit Expertinnen und Experten der Modeindustrie. Mit dabei sind unter anderem Model und Grüner Knopf Textilbotschafterin Barbara Meier, Gunther Beger vom BMZ, Autor Carl Tillesen und Unternehmerin Sarah Grohé von erlich textil. Die spannenden Vorträge und Diskussionen (z.B. „Modebranche im Wandel – Wie kann sich die Relevanz von Nachhaltigkeit festigen?“) können Sie live mitverfolgen. Das komplette Programm und den Link zum Live-Stream finden Sie hier

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Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises am 3. und 4. Dezember 2020

Im Rahmen des 13. Deutschen Nachhaltigkeitspreises wurden zwei Unternehmen ausgezeichnet, die Produkte mit dem Grünen Knopf führen. Herzlichen Glückwunsch an Brands Fashion und erlich textil!

Am 4. Dezember 2020 zeichnete die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis Unternehmen in Deutschland mit ihren Partnerunternehmen im Globalen Süden aus, die sich im Rahmen von Partnerschaften besonders vorbildlich für die Verwirklichung der Agenda 2030 engagieren. In diesem Jahr richtete sich die Ausschreibung der Kategorie Unternehmenspartnerschaften ausschließlich an Unternehmen der Textilbranche.

Das Unternehmen Brands Fashion wurde gemeinsam mit dem Partnerunternehmen Sags Apparel zum Sieger gekürt. „Die Partnerschaft von Brands Fashion und Sags Apparels in Indien strebt einen ganzheitlichen Kreislaufgedanken an. Ziel der Kooperation ist eine langfristige Verbesserung der sozialen und ökologischen Bedingungen beim Partner in Indien. Umweltschutz und eine ressourcenschonende Ausrichtung dienen dabei als Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung vor Ort.“ begründete die Jury die Erstplatzierung.

Auch Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller würdigte Brands Fashion bei der Preisverleihung, die aufgrund von Corona ohne Publikum stattfand: „Das Unternehmen Brands Fashion und sein indischer Partner Sags Apparel haben moderne, faire Lieferketten aufgebaut – von ökologisch innovativen Fabrikgebäuden über die Zahlung existenzsichernder Löhne bis hin zu vorab finanzierten Bestellungen, Überbrückungszahlungen oder Gesundheitsangebote während der aktuellen Corona-Krise.“

Eine Premiere feierte am 3. Dezember der Deutsche Nachhaltigkeitspreis Design. In der Kategorie „Vorreiter“ gab es gleich mehrere Sieger aus der Textilbranche, die mit nachhaltigen und innovativen Konzepten überzeugten. Unter den Gewinnern ist mit erlich texil auch ein Unternehmen, das seit Juni 2020 Produkte mit dem Siegel Grüner Knopf führt.  

Die Sieger des Deutschen Nachhaltigkeitspreis Design in der Kategorie „Vorreiter“ mit Bezug zur Textilbranche sind:

  • Cocccon UG (Fashion For Biodiversity)
  • erlich textil / Vorfreude GmbH
  • Fanfare
  • NINA REIN
  • QWSTION International GmbH (Bananatex)

Eine Auflistung aller Sieger finden Sie hier

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Der Global Recycled Standard wird vom Grünen Knopf anerkannt

Wir freuen uns, dass Unternehmen den Nachweis zur Erfüllung der Produktkriterien des Grünen Knopfs nun über ein weiteres glaubwürdiges Siegel erbringen können. Nach eingehender Prüfung kam ein Experten Team zu dem Schluss, dass der Global Recycled Standard (GRS) der weltweit tätigen Non-Profit Organisation „Textile Exchange“ die Produktanforderungen des Grünen Knopfs mit einer Ausnahme erfüllt.

GRS erfüllt die Kriterien ökologischer Nachhaltigkeit nur in Kombination mit einer gleichzeitigen Zertifizierung des Endprodukts gemäß Oeko-Tex Standard 100. Weiterhin wird GRS als offizieller Nachweis der Grüner Knopf-Kriterien für soziale Nachhaltigkeit anerkannt.

Die Grundvoraussetzung für die Anerkennung von GRS war zudem die Erfüllung der Grüner Knopf-Kriterien für die Anerkennung von Siegeln. In diesem Zuge muss das Siegel als glaubwürdig eingestuft werden. Das bedeutet zum Beispiel: der Prozess zur Standardfestlegung muss öffentlich sein, die (Finanz-) Struktur muss transparent sein und eine Überprüfung des Standards muss regelmäßig und unabhängig stattfinden.

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Fashion Talk: Minister Müller, Fairtrade Botschafterin Lea Marlen Woitack und Chiemsee Geschäftsführer Jan Schmidt sprechen über nachhaltige Mode

Bundesminister Dr. Gerd Müller diskutiert am Donnerstag, den 08.10.2020 um 14:30 Uhr mit Fairtrade Botschafterin und Schauspielerin Lea Marlen Woitack sowie Chiemsee Geschäftsführer Jan Schmidt Möglichkeiten von Nachhaltigkeit in der Modeindustrie. Die Marke Chiemsee führt seit Juni 2020 Textilien, die mit dem Siegel Grüner Knopf zertifiziert sind. Welche Herausforderungen bestehen in der textilen Lieferkette? Und was wurde bereits erreicht, um diese Herausforderungen zu adressieren? Worauf können Kundinnen und Kunden beim Kauf von Textilien achten? Wie können Siegel hierbei Orientierung geben? Der Talk wird live durch das Freundin Magazin über Facebook geteilt.

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Entwicklungspolitische Kommunikation: Grüner Knopf beim GLOBAL DAY

Wie können aktuelle Kommunikationsmittel für entwicklungspolitische Themen genutzt werden? Dieser Frage widmen sich unterschiedliche Akteurinnen und Akteure beim GLOBAL DAY in Köln. Sie diskutieren, wie Bewegtbilder und Social Media-Kampagnen Kommunikationsmöglichkeiten bieten, um beispielsweise über die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung zu berichten und präsentieren hierbei Best Practice-Cases aus Deutschland und Afrika. Auch der Grüne Knopf ist bei der Veranstaltung vertreten: An einem Informationsstand wird das Siegel näher präsentiert und darüber hinaus trägt das Veranstaltungsteam Grüner Knopf zertifizierte Masken, T-Shirts und Hoodies der Marke Chiemsee. Der Tag endet mit der Verleihung des NRW-Medienpreises für entwicklungspolitisches Engagement sowie der Filmvorführung von I AM GRETA.

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Nachhaltigkeit in der Wirtschaft, im Discount-Einzelhandel und in der Architektur: Minister Müller beim FOCUS Inner Circle Talk

Werden wir zukünftig bewusster leben? Wie kann es gelingen, die Welt von morgen nachhaltig zu gestalten? Und was haben wir aus Corona gelernt? Über diese und weitere Fragen sprach Bundesminister Dr. Gerd Müller im Rahmen eines Experten-Talks beim FOCUS Inner Circle am 21.09.2020 in Düsseldorf. Im Gespräch mit Louisa Dellert (Autorin, Gründerin und Influencerin), Christoph Ingenhoven (Architekt) und Dr. Julia Adou (Leiterin Corporate Responsibility ALDI SÜD) gab es spannende Einblicke in das Thema Nachhaltigkeit in der Wirtschaft, im Discount-Einzelhandel und in der Architektur. Hier geht’s zum Video des Experten-Talks.

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Veröffentlichung Grüner Knopf Standard und Zertifizierungsprogramm

Der Grüne Knopf wurde beim Amt der Europäischen Union für Geistiges Eigentum (EUIPO) als Unionsgewährleistungsmarke angemeldet. Für den Antrag wurden die Produkt- und Unternehmenskriterien des Grünen Knopfs in einem Standarddokument vereint. Dies entspricht international gängiger Praxis nach ISO-Regeln. Die Kriterien und Indikatoren des Grünen Knopfs 1.0 bleiben von dieser Anpassung unberührt.

Das ebenfalls einsehbare Zertifizierungsprogramm des Grünen Knopfs beinhaltet in gebündelter Form die wesentlichen Vorgaben für die Prüfung der Grüner Knopf-Kriterien einschließlich der Anforderungen an Zertifizierungsstellen, Auditorinnen und Auditoren. Das Zertifizierungsprogramm wird gegenwärtig überarbeitet. Das angepasste Zertifizierungsprogramm soll noch im Sommer 2020 vorliegen.

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Fashion Talk: Minister Müller, Textilbotschafterin Barbara Meier und Unternehmer Matthias Mey sprechen über Nachhaltigkeit in der Modebranche

Beim Bunte NEW FACES FASHION TALK spricht Bundesminister Dr. Gerd Müller am Mittwoch, den 01.07.2020 um 18:30 Uhr u.a. mit Model & Textilbotschafterin Barbara Meier, Designerin und Bunte NEW FACES Gewinnerin Julia Leifert sowie Unternehmer Matthias Mey über das Thema Nachhaltigkeit in der Fashion Branche. Wie groß ist unser Bewusstsein für nachhaltige Mode? Wie wirkt sich die Corona-Krise auf die Branche aus? Welchen Einfluss haben Politik, Wirtschaft und Konsumentinnen und Konsumenten? Wichtige Fragen, die in einer Expertenrunde diskutiert werden. Über IGTV sowie über den Youtube Kanal des Bunte Magazins steht das Video zum Talk zur Verfügung.

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Start der neuen Vergabestelle des Grünen Knopfes

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) übernimmt die gemeinnützige RAL gGmbH ab sofort die offizielle Vergabe- und Überwachungsstelle des Grünen Knopfs. Von der Antragstellung bis zur Lizenzvergabe begleitet die RAL künftig alle Siegelnehmer und interessierte Unternehmen. Die Vergabestelle kontrolliert über die Marktüberwachung außerdem die ordnungsgemäße Anwendung des Siegels im Handel und in der Werbung.
Weitere Informationen finden Sie hier.

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Zukunft der Mode: Minister Müller mit Wolfgang Joop im Livestream

Bundesminister Dr. Gerd Müller spricht am Donnerstag den 30.04.2020 um 19:00 Uhr u.a. mit Wolfgang Joop über die Zukunft der Mode und die Auswirkungen von Corona auf die Textilindustrie. Das Talk-Format des Focus-Magazins „Inner Circle“ findet als Livestream statt. Weitere Gesprächspartner sind Anita Tillmann Managing Partner, PREMIUM Exhibitions sowie Sara Sievert vom Focus Magazin, die die Veranstaltung moderiert. Sie sind herzlich eingeladen, teilzunehmen. Zugang zum Livestream finden Sie kurz vor Veranstaltungsbeginn auf www.facebook.com/focusmagazin und auf dem YouTube-Kanal des FOCUS Magazins

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Video: Der Preis von Billig-Klamotten

Unsere Kleidung ist nur so günstig, weil sie in anderen Ländern billig produziert wird – wie hier in Äthiopien. Ein Gesetz könnte Produzenten jetzt verpflichten, soziale Mindeststandards einzuhalten. Entwicklungsminister Müller hat sich selbst in Äthiopien ein Bild der Lage gemacht. Mit dem staatlichen Textilsiegel Grüner Knopf zeigt er, dass nachhaltige Arbeitsbedingungen möglich sind.

Hier geht es zum Video

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Video: Im Einsatz gegen Wegwerfmode

Noch nie haben wir so viele Klamotten besessen: Seit dem Jahr 2000 hat sich unser Kleidungskonsum verdoppelt, von 50 auf rund 100 Milliarden neu gekaufter Stücke. Gleichzeitig sind die Ausgaben für Bekleidung gesunken. Der Grund: das Phänomen Fast Fashion. Wegwerfmode, die so günstig ist, dass sie nach zwei- oder dreimal Tragen im Altkleidercontainer landet. Esther Schweins sagt der Wegwerfmode den Kampf an. Bei ihrem Einsatz gegen Wegwerfmode hakt Esther Schweins auch bei politisch Verantwortlichen nach. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller will sozial und ökologisch hergestellte Kleidung mit dem Grünen Knopf kennzeichnen.

Hier geht es zum Video

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Rede von Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller zur Vorstellung des staatlichen Textilsiegels Grüner Knopf in der Bundespressekonferenz

Es gilt das gesprochene Wort!

 

Sehr geehrte Damen und Herren, lieber Herr Detjen, lieber Herr Landesbischof Bedford-Strohm, liebe Frau von Dewitz, lieber Herr Linemayr,

75 Millionen Menschen arbeiten weltweit in der Textilindustrie. Die meisten von ihnen sind Frauen in Entwicklungsländern. Viele arbeiten auch für unsere Kleidung – häufig unter katastrophalen Bedingungen. Das hat uns die fürchterliche Katastrophe von Rana Plaza vor Augen geführt. Auch mir! Beim schwersten Unglück in der Geschichte der Textilindustrie starben 1.136 Menschen, 2.500 trugen schwerste Verletzungen davon. Ich bin daher auch sehr geehrt, dass eine Überlebende von Rana Plaza heute Nachmittag an unserer Eröffnungsveranstaltung im Entwicklungsministerium teilnimmt.

Wir könnten weiter wegsehen und die Menschen sklavenartig für uns arbeiten lassen, aber das wird nicht funktionieren. Deswegen saß ich schon einmal vor fast genau fünf Jahren hier in der Bundespressekonferenz: Zum Start des Textilbündnisses. Damals sagte ich: „Geiz ist Geil darf nicht unser Antrieb sein.“ Daran hat sich nichts geändert. Die Produktion wird weiter in Entwicklungsländer verlagert. Dort werden dann Standards unterlaufen, die hier in Europa aus guten Gründen gelten:

  • In Äthiopien verdienen Näherinnen weniger als 20 Cent die Stunde. Das reicht nicht für Miete, Essen, Schule oder einen Arzt.
  • 0,6 % beträgt der Lohnanteil der Näherin an einem Marken T-Shirt.
  • 20 % der industriellen Wasserverschmutzung gehen auf das Färben von Textilien zurück.

Das alles können Sie auch in einer neuen Studie des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik nachlesen.

Das Textilbündnis bleibt wichtig und ist das Fundament unseres Engagements. Damit sich grundlegend etwas ändert, haben wir 2014 das Textilbündnis gegründet. Mit Erfolg! Die 120 Mitglieder – Unternehmen, Verbände, Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen – machen sich dort gemeinsam auf den Weg: 160 giftige Chemikalien werden aus der Produktion verbannt, der Anteil 2 nachhaltiger Baumwolle wird bis 2025 auf 70 Prozent erhöht. Mittlerweile decken die Mitgliedsunternehmen 50 % des deutschen Einzelhandels ab. Das Textilbündnis ist ein Erfolg und bleibt wichtig.

Der Grüne Knopf ist der nächste Schritt. Mit dem Grünen Knopf gehen wir jetzt den nächsten Schritt. Wir zeichnen Unternehmen aus, die bereits besonders hohe Anforderungen erfüllen. Ein Siegel, wie den Grünen Knopf gibt es bislang nicht: Er ist das staatliche Textilsiegel, eingetragen beim Deutschen Patent- und Markenamt, mit anspruchsvollen, hohen Sozial- und Umweltstandards. Das bedeutet weniger giftige Abwässer und gesundheitsschädliche Chemie, keine Kinderarbeit in den Zulieferfabriken, dafür aber Mindestlöhne und mehr Arbeitsschutz.

Verbraucher können sich sicher sein: Textilien mit dem Grünen Knopf sind nach besten Standards hergestellt. Das Besondere am Grünen Knopf ist: Immer wird auch das ganze Unternehmen geprüft. Einzelne Vorzeigeprodukte alleine reichen nicht aus. Wenn ein T-Shirt den Grünen Knopf trägt, müssen 46 hohe Sozial- und Umweltstandards erfüllt werden:

  • 26 für das Produkt wie T-Shirts, Bettlaken oder Rucksäcke,
  • 20 weitere Kriterien für das gesamte Unternehmen: Legt es Lieferanten offen? Haben die Näherinnen Beschwerdemöglichkeiten vor Ort?

In dieser Tiefe prüft sonst keiner.

Der Grüne Knopf schafft so Vertrauen für die Verbraucher: Der Staat legt die Kriterien für den Grünen Knopf fest, Unabhängige Prüfstellen kontrollieren die Einhaltung - wenn notwendig, auch in Bangladesch oder Rumänien. Der Prüfprozess wird ebenfalls überwacht. Darum kümmert sich die staatliche Deutsche Akkreditierungsstelle. Als "Prüfer der Prüfer" stellt sie sicher, dass die Prüfstellen die notwendige Expertise haben und wissen, worauf es ankommt.

Wer macht mit? 27 Unternehmen haben die Prüfungen bereits vollständig durchlaufen – vom kleinen drei-PersonenUnternehmen, über Mittelständler, anerkannten Nachhaltigkeits-Vorreitern bis hin zu großen Unternehmen mit mehreren Tausend Mitarbeitern: Alma & Lovis, Aldi Nord, Aldi Süd, Brands Fashion, CharLe, Derbe, Dibella, Engel, Feuervogl, Hans Natur, hessnatur, Hopp, Kaufland, Kaya&Kato, Lidl, Manomama, Melawear, Millitomm, Modespitze Plauen, Phyne, Posseimo, Rewe Group, Schweickardt Moden, Tchibo, Trigema, Vaude, 3 Freunde.

26 weitere sind derzeit im Prüfprozess – unter anderem Hugo Boss, die Otto-Group, aber auch kleinere Unternehmen wie Socks4Fun. 3 Weitere Unternehmen sind interessiert – auch aus dem Ausland. Denn der Grüne Knopf ist ein globales Siegel. Er kann von deutschen Unternehmen auch im Ausland genutzt werden. Genauso können ausländische Unternehmen ihn beantragen. Die Nachfrage zeigt uns: Wir sind auf dem richtigen Weg. Der Grüne Knopf ist anspruchsvoll und unbürokratisch.

Produkte mit dem Grünen Knopf sind ab jetzt auf dem Markt: Bekleidung, Taschen, Zelte. Auch Bettwäsche, die für die öffentliche Beschaffung relevant ist. Kommen Sie gerne um 14:00 zu uns ins BMZ und schauen sich die Vielfalt selbst an

Wie geht es weiter? In den kommenden Jahren werden wir die Sozial- und Umweltkriterien kontinuierlich weiterentwickeln, z.B. hin zu existenzsichernden Löhnen. Ein Beirat aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft wird uns dabei unterstützen. Wir werden den Grünen Knopf auch auf weitere Produktionsschritte wie den Baumwollanbau ausweiten. Zum Start fangen wir mit den beiden wichtigsten Arbeitsschritten "Nähen" und "Färben" an:

  • Hier laufen alle 100 Mrd. Kleidungsstücke im Jahr durch.
  • Hier arbeiten 75 Millionen Menschen.
  • Hier verraten die Flüsse meist die Trendfarbe der nächsten Saison, weil von jeder Färberei Tag für Tag 2,5 t Chemikalien oft ungeklärt ins Abwasser kommen.
  • Und bei diesem Arbeitsschritt stürzte die Textilfabrik Rana Plaza ein.

Mit dem Grünen Knopf setzen wir jetzt einen hohen Standard und zeigen: Faire Lieferketten sind möglich. Das beweisen auch die vielen kleineren Unternehmen, die mitmachen. Ab heute kann keiner mehr das Gegenteil behaupten.

Der Grüne Knopf ist auch Vorbild für andere Branchen. Mit einem Gesetz wären wir nicht weiter – im Gegenteil. Aber klar ist: Wir brauchen beides: Vorreiter-Initiativen wie den Grünen Knopf und gesetzliche Mindeststandards für alle.

Wie geht es weiter? In den kommenden Jahren werden wir die Sozial- und Umweltkriterien kontinuierlich weiterentwickeln, z.B. hin zu existenzsichernden Löhnen. Ein Beirat aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft wird uns dabei unterstützen. Wir werden den Grünen Knopf auch auf weitere Produktionsschritte wie den Baumwollanbau ausweiten. Zum Start fangen wir mit den beiden wichtigsten Arbeitsschritten "Nähen" und "Färben" an:

  • Hier laufen alle 100 Mrd. Kleidungsstücke im Jahr durch.
  • Hier arbeiten 75 Millionen Menschen.
  • Hier verraten die Flüsse meist die Trendfarbe der nächsten Saison, weil von jeder Färberei Tag für Tag 2,5 t Chemikalien oft ungeklärt ins Abwasser kommen.
  • Und bei diesem Arbeitsschritt stürzte die Textilfabrik Rana Plaza ein.

Mit dem Grünen Knopf setzen wir jetzt einen hohen Standard und zeigen: Faire Lieferketten sind möglich. Das beweisen auch die vielen kleineren Unternehmen, die mitmachen. Ab heute kann keiner mehr das Gegenteil behaupten.

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Der Grüne Knopf - Unser Zeichen für Verantwortung

Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller lädt Sie herzlich zur Einführung des Siegels Grüner Knopf ein.

Feierliche Einführung am Montag, den 9. September 2019,
14.00 – 16.00 Uhr (mit anschließendem Empfang)
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung,
Stresemannstraße 94, 10963 Berlin

Drei Viertel der Verbraucherinnen und Verbraucher ist nachhaltige Mode wichtig. Sie wollen zu Recht kein T-Shirt tragen, das in 16-Stunden-Schichten für einen Hungerlohn genäht oder mit giftigen Chemikalien gefärbt wurde.

Dabei zeigen viele Unternehmen schon heute: Nachhaltige Mode ist möglich! Der Grüne Knopf ist unser Zeichen für Verantwortung. Er gibt Orientierung beim Einkauf nachhaltig produzierter Textilien.

Seien Sie mit dabei, wenn wir Produkte von den Unternehmen auszeichnen, die schon heute ökologische und sozial nachhaltige Textilien produzieren und das neue Textilsiegel Grüner Knopf der Öffentlichkeit vorstellen.

Bitte akkreditieren Sie sich unter Angabe von Namen, Kontaktdaten und Medium hier: presse@bmz.bund.de

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